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Mit dem Berliner "Mauerfall" bzw. der Grenzöffnung zwischen der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) und der Bundesrepublik Deutschland verlor die von der DDR über Jahrzehnte hinweg zu einer nahezu unüberwindlichen Trennlinie ausgebaute Grenze am 9.11.1989 ihr hässliches Gesicht. Großes Leid hatte sie seit ihrer Entstehung über uns Deutsche gebracht. Was sich in den Freudentränen jener Menschen am Tag der Grenzöffnung an Emotionen widerspiegelte, wissen vielleicht nur Jene von uns, die damals "dabei" waren und alles "live" erlebten.  

Grenzöffnung November 1989 Video

Die dramatischen Ereignisse jener Tage und die historischen Zusammenhänge dürfen nie vergessen werden. Die Grenzdokumentations-Stätte Lübeck-Schlutup e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Erinnerungen an diese Begebenheit zu bewahren und das geschichtliche Bewusstsein, besonders der jungen Generation, zu fördern. Umfangreiche Sammlungen und Dokumentationen zeigen die menschenverachtende Grenzsituation in Lübeck von der Entstehung bis zur Öffnung 1989.

Grenzdokumentations-Stätte Lübeck-Schlutup e.V.


Grenzdokumentations-Stätte

Slut up



oben: 12.November 1989 - am Grenzübergang Selmsdorf/Lübeck-Schlutup herrscht reger Verkehr. Tausende Menschen wollen in die Bundesrepublik. Die Schlange der Wartburgs, Trabanten etc. wächst auf bis zu 60 Kilometer Länge. Ein riesiger Stau! Wartezeiten von 6 bis 7 Stunden müssen viele DDR-Bürger in Kauf nehmen, um in die Bundesrepublik zu gelangen


Grenzübergang Lübeck-Schlutup am 12.11.1989




oben: der Grenzraum Lübeck aus der Vogelperspektive - auf das Bild klicken

Mitten durch Deutschland, von der Ostseeküste bei Lübeck bis in den Raum Hof in Bayern, zog sich eine rund 1393 Kilometer lange Grenze. Sie durchschnitt Ortschaften, trennte Familien, unterbrach Verkehrswege und zerstörte einheitliche Wirtschaftsräume ebenso wie historisch gewachsene regionale und politische Einheiten.

Der Grenzbereich zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg erstreckte sich auf eine Länge von ca. 136 Kilometern. Lübeck lag als einzige deutsche Großstadt direkt an der Trennlinie zwischen West und Ost bzw. den Machtblöcken NATO und Warschauer Pakt. Durch die Teilung Deutschlands in Besatzungszonen verlor die Hansestadt Lübeck nach Ende des Zweiten Weltkriegs einen großen Teil ihres "Hinterlandes".    

Das nachfolgend Gezeigte möchte Ihnen einige informative Einblicke in den ehemaligen Grenzraum Lübeck geben.  Was die  Reihenfolge des Präsentierten betrifft, so haben wir diese weder zeitlichen noch örtlichen Kriterien unterworfen. 

Herzlichen Dank dem Zoll und der Bundespolizei (ehemals Bundesgrenzschutz) für die Zurverfügungstellung von Dokumenten. Ein Teil der Bilder wurde von Zollbetriebsinspektor Manfred Krellenberg (damals Zollassistent/Zollsekretär beim Zollkommissariat Lübeck-Süd) gefertigt. 

Rund 200 Fotos warten hier auf Sie. Zum Vergrößern auf das jeweilige Bild klicken. Vielleicht schauen Sie sich auch mal die Videofilme an, zu denen wir entsprechende Links eingefügt haben. Das hier Publizierte ist ausschließlich für privaten Gebrauch/ private Nutzung bestimmt. Falls Sie Interesse an der Wiedergabe in öffentlichen Medien haben, nehmen Sie bitte Kontakt auf mit mkrelle@t-online.de

Wir würden uns freuen, wenn Sie ein paar Zeilen in unser Gästebuch schreiben.  Für den Besuch dieser Homepage bedanken wir uns recht herzlich und hoffen, Sie auch in den Räumlichkeiten der Grenzdokumentations-Stätte Lübeck-Schlutup e.V. begrüßen zu dürfen.

Schild AUCH DRÜBEN IST DEUTSCHLAND

Das im obigen Foto gezeigte Schild AUCH DRÜBEN IST DEUTSCHLAND (vom "Kuratorium Unteilbares Deutschland" gestiftet) stand bis zum 14.12.1989 bei der Abschrankung Lübeck-Eichholz. Es erinnerte daran, dass das deutsche Vaterland an dieser Trennlinie zwischen Ost und West nicht zu Ende war, sondern dass man sich mitten in ihm befand.



Angehörige der DDR-Grenztruppen, Grenzaufklärer, an der DDR-Grenzsäule Nr. 82 (diese befand sich bei der Abschrankung Lübeck-Eichholz). Im Gegensatz zu den Grenzsteinen markierten die DDR-Grenzsäulen nicht den Verlauf der Grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik. Die schwarz/rot/goldenen Säulen aus Beton standen mehrere Meter jenseits der Grenzlinie auf dem Gebiet der DDR.

Grenzstein

Ausschnitt Grenzkarte

Ausschnitt aus einer Grenzkarte des Grenzabschnitts "2", Grenzzug "d" (hier der Bereich an der Abschrankung Lübeck-Eichholz). Wie die Karte verdeutlicht, gab es hier die Grenzpunkte 19,20,21 und 22. "Grenzpunkte" waren u.a. Grenzsteine.

DDR-Grenzaufklärer

Ein DDR-Grenzaufklärer (Gesicht aus Datenschutzgründen unscharf maskiert) an der Grenze bei der Abschrankung Lübeck-Eichholz. Gemäß dem Schild "Halt! Hier Grenze" (vom Bundesgrenzschutz aufgestellt) ist zu erkennen, dass der Soldat sich in unmittelbarer Nähe der Grenzlinie befindet. Auf dem Kunststoffpfahl steht "2 d 20". Das bedeutet, dass sich genau hier der Grenzpunkt "20" im Grenzzug "d" des Grenzabschnitts "2" befindet (siehe auch die Grenzkarte oberhalb dieses Fotos).

Schutzstreifen

oben: Schild "Schutzstreifen", aufgenommen in Herrnburg.

Viele Fluchtversuche aus der DDR scheiterten bereits im Hinterland. Ob von Kräften der Transportpolizei aus Zügen geholt, die sich noch weit entfernt von der innerdeutschen Grenze befanden,  oder von Volkspolizei bzw. Grenztruppen der DDR und ihren „freiwilligen Helfern" in der 5-Kilometer Sperrzone gestellt – für nicht wenige Menschen war der Traum vom "goldenen Westen" bereits zu Ende, bevor sie die Grenzzäune der DDR sehen konnten. Es brauchte schon sehr viel Glück und Vorbereitung, um zum Schutzstreifen, der eine Tiefe von bis zu 500 Metern hatte, "vorzudringen". Nur ein kleiner Prozentanteil der Fluchtwilligen schaffte es bis dorthin.

Und die Chance, die Grenzsperr- und Sicherungsanlagen zu überwinden und die letzten Meter bis zur eigentlichen Grenzlinie unverletzt  und erfolgreich zurückzulegen, war  gering. Der Versuch der „Republikflucht" kostete vielen Menschen die Freiheit, mehreren Hundert sogar das Leben.

Nicht jeder Grenztote war ein Mensch, welcher aus der DDR fliehen wollte; manches spätere Opfer wollte in den "Osten". Zu den Todesopfern, die es an der innerdeutschen Grenze im Raum Lübeck gab, zählt Herr Piorek. Er überquerte von Lübeck aus die Grenzlinie, um nach "drüben" zu gelangen. Über das, was sich am 6.12.1963 im Grenzraum Lübeck-Eichholz/Herrnburg ereignete, berichtete die Tageszeitung LÜBECKER MORGEN wie folgt:

Hans Werner Piorek

Die Freie Universität Berlin hat bezüglich des Todes von Hans-Werner Piorek Folgendes veröffentlicht (den Link anklicken): http://www.fu-berlin.de/sites/fsed/Das-DDR-Grenzregime/Biografien-von-Todesopfern/Piorek_Hans-Werner/index.html

Am 03.10.1969 passierte der Bundesbürger Wilhelm Droeger die Grenzlinie nördlich der gesperrten Straße Lübeck-Eichholz/Herrnburg und trat nach Überklettern des ersten Metallgitterzauns auf eine Mine. Die Detonation riss dem Lübecker den linken Fuß oberhalb des Sprunggelenkes ab. Erst nach längerer Zeit (über 5 Stunden!) wurde er von Kräften der DDR-Grenztruppen geborgen und starb letztlich aufgrund seiner erlittenen Verletzungen.


Zum Bild oben: Hier passierte das Unglück: in Höhe vom Gut Brandenbaum. In der oberen Bildhälfte ist eine Gasse zu sehen. Dort trat Wilhelm Droeger auf eine Mine.

1970

oben: Gut Brandenbaum im Jahre 1970. Den "Behaimring" gab es damals noch nicht.


Die Freie Universität Berlin hat betreffend des Todes von Wilhelm Droeger das Folgende veröffentlicht:

http://www.fu-berlin.de/sites/fsed/Das-DDR-Grenzregime/Biografien-von-Todesopfern/Droeger_Wilhelm/index.html

Bis 1984 (und darüber hinaus, siehe weiter unten) gab es im Raum gegenüber Lübeck erdverlegte Minen. Bis dahin kamen in diesem Grenzraum noch Menschen durch sie zu Schaden und wurden schwer verletzt. Die vielen Tiere, die durch Minen starben, dürfen ebenfalls nicht vergessen werden.

Auch an Siegfried Apportin möchten wir erinnern. Er diente damals bei der Grenzpolizei /Volkspolizei (der DDR) und wurde am 02.07.1950 von einem anderen Angehörigen der "VP", der "Fahnenflucht" beging, im Grenzbereich bei Palingen erschossen. Siehe hierzu das von der Freien Universität Berlin Veröffentlichte unter http://www.fu-berlin.de/sites/fsed/Das-DDR-Grenzregime/Todesfaelle-im-Grenzdien/Apportin_Siegfried/index.html

Gedenkstein für Siegfried Apportin, Aufnahme vom 25.09.2016

In der Palinger Heide, beim "Kolonnenweg", befindet sich ein Denkmal für den getöteten Grenzpolizisten Siegfried Apportin. Aufnahme vom 25.09.2016. 

Minenräumpanzer

Bild oben und unten: Im Frühjahr 1984 war dieser Minenräumpanzer bei Herrnburg unterwegs, um die zahlreichen dort verlegten Sprengstoffträger zur Detonation zu bringen. Im Jahr 2017 stehen hier Häuser. Nichts deutet mehr auf die Sperranlagen und die Gefahren hin, die mit der innerdeutschen Grenze mal verbunden waren.

Herrnburg 2017


Minensprengung

Zum Bild oben: Als Gegenleistung für den der DDR im Jahre 1983 gewährten Milliardenkredit war von bundesdeutscher Seite u.a. gefordert worden, die an der innerdeutschen Grenze befindlichen Bodenminen und die Selbstschussanlagen zu beseitigen. Der Staatsratsvorsitzende der DDR, Erich Honecker, stimmte den Bedingungen zu. Bevor ein Fernschreiben von „drüben" kam, in dem mitgeteilt wurde, dass im hiesigen Raume zwischen April und August 1984 Sprengarbeiten an der Grenze durchgeführt würden, waren im Grenzraum gegenüber Lübeck umfangreiche Arbeiten am Schutzstreifen- bzw. Grenzsignalzaun durchgeführt worden.

Zu den Kräften, die nun seitens von BGS und Zoll dazu eingeteilt wurden, die Sprengarbeiten zu beobachten und die Zahl der detonierten Minen festzustellen, gehörte auch der Zöllner Manfred Krellenberg. In dem ihm zugeteilten Grenzabschnitt (Raum Lübeck-Eichholz) konnte er zunächst aber nur hören, dass Minen explodierten; aufgrund der vielen Bäume bzw. des dichten Buschwerks war vom „Boden" aus so gut wie nichts zu erkennen. Es musste warten, bis der Panzer, der „drüben" zum Zwecke der Minensprengung zum Einsatz kam, den Raum Herrnburg erreichte.

Als es endlich soweit war, konnte auch er beobachten, wie sich dunkle Wolken vom Boden aus in die Luft erhoben. Große Mengen Staub und Dreck wurden von den detonierten Minen aufgewirbelt. Vor allem der Pulverdampf nahm dem Panzerfahrer bereits nach kurzer Zeit die Sicht, so dass er halten und pausieren musste. Dann legte er wieder den Vorwärtsgang ein und nahm die nächsten 20 Meter in „Angriff". 

Der Minengürtel im Raum gegenüber Lübeck war insgesamt rund 10 Kilometer lang. Ca. 40.000 Detonationen stellten Bundesgrenzschutz und Zoll in diesem Gebiet letztlich fest. Als der Minenräumpanzer vom Typ „T 55" seine Arbeit getan hatte, suchten Pioniere der DDR-Grenztruppen nach eventuell noch vorhandenen Minen. Mit Sondierstangen stocherten sie vorsichtig in der Erde herum und wurden gelegentlich fündig. Diese Minen wurden dann einzeln gesprengt.

Minensprengung bei Herrnburg. Minenräumpanzer im Minenfeld1984

Führungsstelle der DDR-Grenztruppen bei Herrnburg1987

Grenzraum bei Herrnburg. Dieses Foto wurde von derselben Stelle aus aufgenommen wie das über diesem Bild zu sehende (vom Hochstand des bundesdeutschen Grenzzolldienstes an der Bahnlinie Lübeck-Herrnburg). Allerdings n a c h  Sprengung der Minen. Statt des doppelreihigen Metallgitterzauns (MGZ) steht hier nun ein einreihiger MGZ, der höher ist (ca. 3,20 Meter statt ca. 2,40 Meter). Links im Bild die Herrnburger DDR-Grenztruppen-Führungsstelle, von der aus der jeweilige "Kommandeur Grenzsicherung" agierte. Führungsstellen ("FÜSt", bei den westdeutschen Grenzüberwachungsorganen als "Führungspunkt" (FP) bezeichnet), wurden zur Koordination und Führung des jeweiligen Grenzabschnitts als Teil der Grenzsperranlagen entlang der innerdeutschen Grenze errichtet. Der Turm einer Führungsstelle wurde aus quadratischen Betonfertigteilen (4 x 4 m Grundriss) gefertigt. Hier liefen die Alarme aus den Grenzabschnitten auf und von hier aus wurde die "Alarmgruppe" zur weiteren Unterstützung der Grenzposten vor Ort in Bewegung gesetzt. Durch den zuständigen  Kommandeur der Grenzsicherung (KGSi) wurden Maßnahmen eingeleitet und koordiniert.


oben: Führungsstelle der DDR-Grenztruppen nördlich Herrnburg. Beim Beobachtungsturm ist ein Robor LO abgestellt. Aufnahme aus dem Jahr 1985


oben: Grenzraum nördlich Herrnburg. Im Bild ist u.a. eine Führungsstelle der DDR-Grenztruppen zu erkennen


Grenzraum bei Herrnburg im Jahr 1985. Der "BT 11" (welcher auch von der Abschrankung Lübeck-Eichholz aus zu sehen war) und die Führungsstelle der DDR-Grenztruppen sind zu erkennen. Links im Bild der Metallgitterzaun, rechts der Grenzssignalzaun bzw. Schutzstreifenzaun.


Bilder oben (Grenze bei Herrnburg): Nachdem im Jahr 1984 die Minen gesprengt worden waren, hatte der doppelreihige Metallgitterzaun (MGZ) ausgedient. Es wurde ein einreihiger MGZ bzw. Grenzzaun I errichtet, der höher war als der zweireihige, welcher schließlich demontiert wurde.

Grenze zwischen Lübeck und Herrnburg1985

Foto oben: das 1985 aufgenommene Luftbild zeigt einen Teil des Grenzraums zwischen Lübeck-Eichholz und Herrnburg. Die freie Fläche im Bereich der beiden zu erkennenden DDR-Grenztürme (rechts ein BT 11, links die Führungsstelle) gibt es heute nicht mehr; hier stehen nun die Häuser des Neubaugebiets "Krüzkamp" 

An der Grenze bei Herrnburg1985

Grenzraum Lübeck-Eichholz / Herrnburg im Jahr 1985. Auch südlich des im Januar 1990 umgerissenen Beobachtungsturms begann später eine rege Bautätigkeit. Zunächst noch als Flohmarkt-Gelände genutzt, entstanden hier Neubauten. Das nachfolgende Foto, von Karsten Eckermann im Jahr 2014 aufgenommen, zeigt die Veränderungen.

Neubaugebiet Herrnburg2014

Feuerspucker an der Abschrankung Lübeck-Eichholz

An der Abschrankung bei Lübeck-Eichholz / Herrnburg war besonders in den Sommermonaten recht viel "los" - Auch ein "Feuerspucker" kam mal vorbei, um hier an der Grenze für etwas "Abwechslung" zu sorgen.

"Viel zu weit" ging damals jene "Aktion", von der nachstehend berichtet wird. Derartige Handlungen hätten durchaus "ganz anders" ausgehen können...


Lübeck- Eichholz HerrnburgDAMALS und HEUTE


Nacht an der Grenze - hier, an der Abschrankung Lübeck-Eichholz, blickte so mancher Angehöriger des Bundesgrenzschutzes und/oder des Grenzzolldienstes nach "drüben". Herrnburg in unmittelbarer Nähe. Und doch war diese Ortschaft irgendwie noch viel weiter entfernt als der Mond von der Erde. Die Zeit "lief" nicht: Sekunden wurden zu Minuten, Minuten zu Stunden, Stunden zu einer Ewigkeit. Nicht selten erwischte man sich dabei,  etwas "Aufregung/Action" herbeizuwünschen. Um bei Dienstende in der Regel zu bilanzieren: "Im Osten nichts Neues".... Keine besonderen Vorkommnisse.

Die Abschrankung Eichholz im Museum der Bundespolizei

Die "Abschrankung Eichholz", am 14.12.1989 demontiert, befindet sich heute im Museum der Bundespolizeiakademie in Lübeck. Unser Vereinsmitglied Manfred Krellenberg (von 1983 bis 1990 zur Grenzaufsichtsstelle Eichholz des Grenzzolldienstes gehörend) fühlt sich sichtlich wohl, wieder mal am "alten Arbeitsplatz" zu sein und in Erinnerungen zu schwelgen.


oben: im Museum der Bundespolizeiakademie Lübeck. Näheres auch unter

http://www.luebeck.de/tourismus/kultur/museen/bundespolizeimuseum/index.

Auch das "Grenzhus Schlagsdorf" ist sehr sehenswert. Weitere Informationen unter

http://www.grenzhus.de/


oben: diese Karte (Quelle: Museum der Bundespolizeiakademie in Lübeck) zeigt den Verlauf der Grenze im Raum der Hansestadt Lübeck (rot). "Blau" ist der Verlauf des Metallgitterzauns markiert, "grün" der Verlauf des Schutzstreifen- bzw. Grenzsignalzauns. Die Markierung in "weißer Farbe" verdeutlicht den Beginn der "Sperrzone" bzw. des "Sperrgebiets"


Diverse auf Bundesgebiet befindliche Privatgrundstücke reichten bis direkt an die innerdeutsche Grenze. Ihre Eigentümer hatten zu ermöglichen, dass Grenzüberwachungsorgane wie Bundesgrenzschutz (BGS) und Grenzzolldienst (GZD) diesen Raum betreten/bestreifen konnten.

Gezeigtes Schild befand sich wenige Meter nördlich der Abschrankung Lübeck-Eichholz. Wer das dortige Drehkreuz passierte, befand sich nicht nur auf Privatgelände (das laut Schild nur BGS und GZD betreten durften), sondern auch im „Denkmalschutzgebiet".


GSSZ Grensperr-und Signalzaun

Der Grenzsperr- und Signalzaun (GSSZ) der DDR war im Raum zwischen der Ostseeküste bei Pötenitz und der Nordspitze des Ratzeburger Sees insgesamt 37,7 Kilometer lang (Stand: November 1989) 

Metallgitterzaun

Der Metallgitterzaun (MGZ) - Bestandteil der DDR-Grenzsicherungs- und Sperranlagen - war im Bereich zwischen der Ostseeküste bei Pötenitz und der Nordspitze des Ratzeburger Sees 39,9 Kilometer lang (Stand: November 1989). Wie im obigen Foto links unten erkennbar ist, befanden sich im MGZ bzw. im "Grenzzaun I" (Bezeichnung DDR-Grenztruppen) in unregelmäßigen Abständen Durchlässe im Zaun. Durch diese kleinen Tore gelangten die DDR-Grenzaufklärer auf das "vorgelagerte Hoheitsgebiet".


Bild oben: Durchlasstor im Metallgitterzaun bei Herrnburg. Durch dieses Tor gelangten die DDR-Grenzaufklärer, welche gelegentlich unweit der Abschrankung Lübeck-Eichholz postierten, durch den MGZ bzw. "Grenzzaun I"

Grenzaufklärer

Bild oben und unten: DDR-Grenzaufklärer an der Grenze bei Herrnburg. Die meisten "GAK" verbargen ihr Gesicht mittels Fernglas, Fotoapparat oder Händen, wenn sie bemerkten, dass sie abgelichtet werden sollten. Mancher Angehörige der DDR-Grenztruppen drehte sich dann auch um (siehe Bild unten).

bei Herrnburg

DDR-Grenzaufklärer


Ein Streckenläufer der Reichsbahn (rechts) in Begleitung von zwei DDR-Grenzsoldaten unmittelbar an der Grenze an der Bahnlinie-Lübeck-Herrnburg

An der Bahnlinie Lübeck-Herrnburg

oben: Anlage zu einer Streifenmeldung des Grenzzolldienstes vom 07.07.1988

Schutzstreifen-Bereich bei Herrnburg

oben: Am Schutzstreifenzaun bzw. Grenzsignalzaun bei Herrnburg

3-Stern Rot - GRENZALARM

„ Es ist mitten in der Nacht. Die Zeiger der Uhr stehen auf 02.17, als ich eine "LK 3-Stern Rot“ in den Himmel steigen sehe. Nur wenige Sekunden sind diese Leuchtkugeln sichtbar. Und noch bevor sie erlöschen, haben sie mich – einen Angehörigen des bundesdeutschen Grenzzolldienstes – in einen Zustand größter Anspannung versetzt. Ja, das Herz schlägt nun schneller als zuvor – viel schneller. Alle Müdigkeit ist im Nu verflogen. Das monotone Grau/Schwarz der Nacht hat seine bleierne Schwere verloren – bedeutet dieses Signal GRENZALARM?

Es dauert nicht lange und es ist zu erkennen, dass die Grenztruppen der DDR ihre Aktivitäten in diesem Raum verstärken. Suchscheinwerfer leuchten den Schutzstreifen ab und tauchen diesen in „gespenstisches“ Licht.  Vielleicht schon bald auch einen Menschen, der sich auf der Flucht befindet und der damit rechnen muss, dass er den "Westen" nicht erreicht.

Mein Herz klopft ganz laut, während ich zum Funkgerät greife, um meiner Leitzentrale vom Vorkommnis zu berichten."

Schild "Zonengrenze"

Achtung Minen - Lebensgefahr

Über 1.322.700 Stück Erd- und Bodenminen hatte die DDR seit 1961 an bestimmten Bereichen der ca. 1378 Kilometer langen Landgrenze verlegt. Im Raum gegenüber von Lübeck geschah das erstmals im August 1962. Zu den Minenopfern, die schließlich zu beklagen waren, gehörte sogar ein Elch (im Herbst 1970).
Die 1962 verlegten Holzkastenminen verrotteten jedoch relativ schnell und wurden - soweit noch vorhanden (nicht wenige waren zuvor durch Schneelast oder Tiere bereits explodiert) - schließlich
gesprengt, um Platz zu schaffen für jene Sprengstoffträger, die aufgrund ihres Materials (Plastik bzw. Duroplastik oder Polyäthylen) eine längere Lebensdauer garantierten. Zwischen 1968 und 1979 verlegten speziell ausgebildete Angehörige der DDR-Grenztruppen Minen der Typen PMN, PMP-71 und PPM-2 im Grenzraum Herrnburg. Fast alle der noch vorhandenen Minen wurden 1984 gesprengt (im Raum gegenüber Lübeck ca. 40000 Stück). Bei einer nach der „Wiedervereinigung" durchgeführten Nachsuche fand man im Raum zwischen Lübeck und der Elbe noch 111 Minen. Zu ihnen gehörte jene,  die nur wenige Meter neben der Straße lag, welche Lübeck-Eichholz und Herrnburg verbindet.  Was für ein großes Glück, dass hier nichts passierte!


Grenze zur DDR im Raum Lübeck

oben: die alte Karte zeigt den Grenzverlauf im Raum Lübeck-Schlutup bis südlich der Bahnline Lübeck-Bad Kleinen bei Herrnburg. Von Hand wurde zudem kenntlich gemacht, wo der doppelreihige Metallgitterzaun verlief (Zwischenraum vermint). In Verbindung mit dem im Anschluss publizierten Bild ist u.a. zu erkennen, dass das Minenfeld gegenüber Lübeck-Schlutup unweit des Schwarzmühlenteiches bzw. in Nähe der Wasserwerk-Ruine begann.

Beginn doppelter MGZ bzw. Minenfeld gegenüber Lübeck-Schlutup


Grenzverlauf bei der Schlutuper Wiek

Ausschnitt aus einer alten Karte. Rot markiert ist der Verlauf der Grenze zur DDR im Raum Lübeck-Schlutup bzw. der Schlutuper Wiek. Siehe hierzu auch die folgenden Fotos aus diesem Grenzbereich.

Selmsdorf Ende der 1960er Jahre. Links die Grenzkompanie Selmsdorf

Ende der 1960er-Jahre: Links ist das Gebäude der Grenzkompanie Selmsdorf zu sehen. Rechts davon, an der Strasse, das ehemalige Forsthaus. Hier waren zu früherer Zeit russische Grenzposten und die Deutsche Grenzpolizei untergebracht.


Grenzbereich an der Schlutuper Wiek


oben: Der BT 11 bei der Schlutuper Wiek


oben: Ein Beamter des Bundesgrenzschutzes blickt in Richtung des DDR-Beobachtungsturmes bei der Schlutuper Wiek


oben: 1968 . neuer und alter Beobachtungsturm der DDR-Grenztruppen an der Schlutuper Wiek


oben: Im Jahr 1990 - umgerissener BT 11 an der Schlutuper Wiek

Grenzbereich bei der GÜSt Selmsdorf

Anfang der 1970er-Jahre herrschte im Bereich der Grenzübergangsstelle (GÜSt) Selmsdorf rege Bautätigkeit (siehe Foto oben und unten).

GÜSt Selmsdorf

oben: Grenzraum bei der GÜSt Selmsdorf um 1970


Grenzbereich Selmsdorf / Lübeck-Schlutup

Als das oben gezeigte Foto Anfang der 1970er-Jahre entstand, mussten sich die westdeutschen Grenzbeamten, welche die Grenzabfertigung/Grenzkontrolle am Grenzübergang Lübeck-Schlutup vornahmen, noch mit einer behelfsmäßigen Unterkunft begnügen (siehe den markierten Bereich im Bild). Später wurde eine neue Grenzkontrollstelle errichtet - dort, wo sie entstand (einige Meter weiter in Richtung des Ortskerns von Schlutup), befindet sich heute die Grenzdokumentations-Stätte Lübeck-Schlutup. 

Grenzkontrollstelle Lübeck-Schlutup

Grenzkontrollstelle (GKSt) Lübeck-Schlutup. Als dieses Gebäude fertiggestellt und am 30.11.1979 eingeweiht wurde, waren die neuen Abfertigungsanlagen der GÜSt Selmsdorf bereits 7 Jahre in Betrieb (seit August 1972). 


Foto oben: Antennenanlagen bei Selmsdorf - auf dem Gittermast ist ein Rundstrahler (NATO-Code: "Broom Stick") zu sehen. Antenne Rundstrahler, DDR-Bezeichnung: UAZ 771.
Für den Bereich 0,7m. Funktechnik UFT 700er-Serie.

Verschiedene Ausführungen von Yagi-Antennen, am Gittermast wie an den Antennenträgern, für die entsprechenden M-Bereiche, ebenso Breitbandantennen. Ausgerichtet in die entsprechenden Abstrahlrichtung der Gegenseite.


oben: Grenzraum am Voßbergbogen


oben: DDR-Beobachtungsstand unweit Voßbergbogen im Jahr 1975

1953

oben und unten - Auszüge aus "Grenzlage-Berichten"



 P3

Foto oben: Ein "P3" der DDR-Grenztruppen im Raum südlich der Grenzübergangsstelle Selmsdorf. Aufnahme aus dem Jahr 1972. Fahrzeuge der Grenztruppen, welche westlich des Metallgitterzauns unterwegs waren, konnten von Zoll und BGS relativ selten beobachtet werden.

1970

oben: Die Grenzaufsichtsstelle(n) Schlutup des Zollkommissariats Lübeck-Süd befand(en) sich damals im Haus "Schwarze Heide 10" (unten rechts im Foto). Dort gab es auch Zwinger für Zollhunde. Oben im Bild ist der Schwarzmühlenteich zu erkennen.


grafische Darstellung: M.Krellenberg (mkrelle@t-online.de)

Alarmauslösung am Grenzsignalzaun - eine rote Rundumleuchte und ein Signalhorn sind in Betrieb gegangen. Scheinwerfer leuchten den Schutzstreifen ab. Wer oder was hat den Alarm ausgelöst? Ein Mensch oder vielleicht nur ein Tier?  In Kürze wird eine Alarmgruppe der DDR-Grenztruppen erscheinen, um die vor Ort befindlichen Grenzposten zu unterstützen - .... ja, so war es einmal, als die innerdeutsche Grenze noch existierte und es den "stillen Alarm" noch nicht gab. Die Alarmauslösung mittels Rundumleuchten und dem Ertönen von Signalhörnern hatte den Nachteil, dass nun auch der "Republik-Flüchtige" gewarnt war und sicherlich versuchte, schnellstmöglich von hier wegzukommen. Auch die bundesdeutschen Grenzüberwachungsorgane wie Grenzzolldienst und Bundesgrenzschutz konnten - sofern in der Nähe - jetzt ein besonderes Augenmerk auf diesen Grenzabschnitt legen und Zeuge dessen werden, was sich an der Grenze ereignete.


Foto oben: Grenzbereich an der Bahnlinie Lübeck/Herrnburg


oben: Grenzbereich nordwestlich Palingen - Ende 1960er-Jahre


oben: derselbe Grenzraum wie im zuvor gezeigten Bild (Grenzknick nordwestlich Palingen. Anfang der 1970er-Jahre wurde hier ein "BT 11" errichtet.

1970

1985

oben: Grenzsignalzaun im Raum nordwestlich Palingen


Die Karte (Quelle: Museum der Bundespolizeiakademie in Lübeck) verdeutlicht u.a., wo das darüber zu sehende Bild örtlich gesehen einzuordnen ist


oben und unten: Grenzbereich in der Palinger Heide (nördlich Herrnburg). 1970er-Jahre



oben: Nur eine Übung ?

1970

Unweit der ehemaligen innerdeutschen Grenze bei Lübeck-Wesloe befindet sich dieses Waldgelände. Der Bereich bei der "Schießbahn" gehörte für die Streifen des Zolls und BGS zum Überwachungsraum.


oben: in diesem Bild ist u.a. die Gaststätte "Waldkrug" zu sehen, welche sich an der Straße "An den Schießständen" in Lübeck befand. Nachts war in angrenzendem Waldgebiet verstärkt mit Wildschweinen zu rechnen, weshalb hier vor allem für die "Fuß-Streifen" des Zolls/BGS erhöhte Aufmerksamkeit geboten war


oben: Grenzbereich zwischen Lübeck-Eichholz und Herrnburg (Ende der 1970er-Jahre). Trotz schlechter Bildqualität ist der doppelreihige Metallgitterzaun (Zwischenraum vermint) zu erkennen.


oben: Gasse im Minenfeld nördlich Herrnburg


oben: der Bereich am Ende der Brandenbaumer Landstraße in Lübeck. Um das Jahr 1970 entstand dieses Aufnahme. Das "Steinlager" wurde später abgerissen. Heute befinden sich hier Gebäude, u.a. eine Schule am  Bohlkamp

An der Grenze zwischen Lübeck-Eichholz und Herrnburg um 1970

Herrnburg

oben: Der BT 11 nördlich Herrnburg. Links unten im Bild ist die Abschrankung Eichholz zu erkennen. Aufnahme um 1969-1970


Der BT 11 gegenüber der Abschrankung Eichholz um 1969/1970


Wer sich für den Grenzabschnitt Lübeck-Eichholz/Herrnburg interessiert, dem sei das von unserem Vereinsmitglied Manfred Krellenberg verfasste Buch "An der innerdeutschen Grenze zwischen Lübeck und Herrnburg", welches mehr als 300 Seiten umfasst und viele Fotos beinhaltet, empfohlen. Siehe hierzu: http://www.manfred-krellenberg.de/171961.html

Vermerk: Buch zurzeit nicht lieferbar, Bestände vergriffen

Herrnburg,1970

Zonengrenze beim Bahnhof Herrnburg

oben: der Grenzbereich unweit des Bahnhofs Herrnburg. Die Aufnahme entstand Ende der 1960er-Jahre


GZD-Hochstand

oben: Auch Herrn Christoph Arndt, dem Urheber gezeigter Fotografie, ist es zu verdanken, dass die unzähligen Erinnerungen, welche Zoll- und BGS-Beamte mit diesem Ort verbinden, wach bleiben. Der Hochstand des Grenzzolldienstes, welcher sich an der Bahnlinie Lübeck-Bad Kleinen nur wenige Meter von der Grenzlinie entfernt unweit von Herrnburg befand, war zu jeder Tages-und Nachtdienstzeit Anlauf- und Postierungspunkt. Auch wenn dieser Hochstand seitens bundesdeutscher Grenzüberwachungskräfte nicht ständig besetzt war, so doch sehr oft. Eine "gefühlte Ewigkeit" hat auch unser Vereinsmitglied Manfred Krellenberg hier verbracht.

Grenzraum an der Bahnlinie Lübeck / Herrnburg

Blick vom Hochstand des bundesdeutschen Grenzzolldienstes auf den Grenzbereich an der Bahnlinie Lübeck-Bad Kleinen. Im Hintergrund ist der Bahnhof Herrnburg und links davor ein Beobachtungsturm der DDR-Grenztruppen erkennbar. Im Vordergrund ist ein vom Bundesgrenzschutz aufgestelltes Grenzhinweisschild zu sehen, ein paar Meter dahinter - bereits auf DDR-Gebiet - zwei DDR-Grenzsäulen.


Während das oben gezeigte Bild Ende 1983 oder Anfang 1984 entstanden ist, wurde das unten präsentierte Foto 1985 aufgenommen. Der doppelreihige Metallgitterzaun (Zwischenraum vermint) ist durch einen einreihigen und höheren Metallgitterzaun ersetzt worden.


DDR-Grenzsoldaten an der Grenze beim Bahndamm

Eine Aufnahme aus dem Winter 1983/1984. Es zeigt Soldaten der DDR-Grenztruppen unweit des Grenzverlaufs an der Bahnlinie bei Herrnburg. Zu dieser Zeit gab es noch die Minenfelder. Hinten links ist der doppelreihige Metallgitterzaun zu erkennen.

Herrnburg

oben: An der Grenze zwischen Lübeck und Herrnburg während einer Nacht im Winter des Jahres 1983. Vom Hochstand des Grenzzolldienstes hatte man im Abschnitt der „Grenzaufsichtsstelle Eichholz" den besten Blick auf die Grenzsperranlagen der DDR.  In den nächtlichen Stunden, wo es keinen  grenzüberschreitenden Zugverkehr gab, war es für die Angehörigen der westdeutschen Grenzüberwachungsorgane besonders „ruhig". Für etwas „Abwechslung" sorgten dann oftmals nur die Fahrzeuge der DDR-Grenztruppen, die den Kolonnenweg befuhren. Und waren diese dann wieder dem Blickfeld des Beobachtenden entrückt, kehrte wieder Stille ein.  Ja, so eine mehrstündige Postierungszeit konnte sich gefühlsmäßig ganz schön in die Länge ziehen. Zwischen 2.00 und 05.00 Uhr morgens war es besonders „hart", sich voll und ganz auf seine dienstlichen Aufgaben zu konzentrieren.  Fast jeder kam irgendwann an einen „toten" Punkt. Diesen zu überwinden und nicht einzunicken, war eine Herausforderung, der man sich immer wieder stellen musste. 

An der Grenze damals und heuteDAMALS und HEUTE

Grenzbereich beim Bahnhof Herrnburg

Blick vom Bahnhof Herrnburg in Richtung Lübeck. Erst wenn die DDR-Grenzorgane ihre Kontrollen bei den in Richtung Bundesrepublik Deutschland fahrenden Zügen beendet hatten, wurde eine Ausfahrt gen "Westen" ermöglicht.   

  bei Herrnburg

Zum Bild oben: Der BT 11 südlich der Bahnlinie-Lübeck-Herrnburg. Das Schwarz/Weiß-Foto entstand um 1986, das Farbbild im Jahre 1990 nach dessen Umriss. Dieser Beobachtungsturm war oftmals - jedoch nicht ständig -  von 2 DDR-Grenzsoldaten besetzt.


Zum Bild oben: Ein am 4.1.1990 bei Herrnburg umgerissener BT 11. Gut zu erkennen: die Steigleiter, welche in die Kanzel des Beobachtungsturmes führte. Ein Grenzsoldat ist mit einem Bagger bereits dabei, die Trümmer des BTs auf einen LKW zu verladen.

Fütterung der Grenzhunde

Zahlreiche Hunde mussten im Schutzstreifen ihren Dienst für die DDR-Grenztruppen verrichten – unter ausgesprochen widrigen Umständen.  Wer mehr über das (traurige) Leben dieser Tiere erfahren möchte, dem ist das Buch "Die Hundegrenze" (Autorin: Marie-Luise Scherer) zu empfehlen.

Im Grenzbereich gegenüber Lübeck gab es Ende 1987 drei Hundelaufanlagen und 103 Hunde / 103 Hütten. Das obige Foto, 1983 aufgenommen, zeigt Grenzsoldaten (mit LKW IFA W 50 unterwegs) bei der Fütterung der Leinenhunde im Grenzabschnitt bei Herrnburg.

  

oben: Nordöstlich Herrnburg bei der Palinger Heide- beim Grenzsignalzaun sind Hundehütten im doppelreihigem Zaunabschnitt zu erkennen.


oben: Herr Christioph Arndt fertigte im Jahr 1990 dieses Foto. Er befand sich zu diesem Zeitpunkt in der Herrnburger Führungsstelle und schaute gen Westen bzw. Hansestadt Lübeck


An der Straße von Herrnburg nach Lübeck-Eichholz. Aufnahme aus dem Jahr 1990 von Herrn Christoph Arndt

Ein BT 11 bei Herrnburg

Im Grenzbereich gegenüber Lübeck gab es Ende Dezember 1987 insgesamt 26 Beobachtungstürme aus Beton.  Im Hintergrund des Bildes ist die Herrnburger Führungsstelle der DDR-Grenztruppen zu sehen. Im Vordergrund steht ein sogenannter "BT 11". Diese runden Türme hatten schlechte Eigenschaften bei stürmischen Winden und durften ab einer gewissen Stärke nicht mehr besetzt werden. Die DDR ersetzte viele dieser BT 11 durch viereckige Beobachtungstürme (Grundfläche 2 x 2 Meter), siehe auch nachfolgendes Bild. 

DDr-Beobachtungsturm beim Bahnhof HerrnburgHerrnburg

Herrnburg

Bild oben und unten: Jenes Gebäude, das sich damals nur wenige Meter nördlich des Beobachtungsturmes (an der Bahnlinie Lübeck-Herrnburg stehend) befand, existiert auch noch im Herbst 2017 (siehe unten). Das untere Bild wurde von der "Ost-Seite" aufgenommen, während das obere Foto vom Hochstand des (westdeutschen) Grenzzolldienstes aufgenommen wurde.

Herrnburg

Obiges Bild entstand während einer "Grenzbegehung" ehemaliger Angehöriger der Grenztruppen der DDR, des Bundesgrenzschutzes, des Grenzzolldienstes und weiteren "Geschichtsinteressierten". Auch Manfred Krellenberg, Mitglied der Grenzdokumentations-Stätte Lübeck-Schlutup e.V. und damaliger Angehöriger der Grenzaufsichtsstelle Eichholz (ZOLL) nahm an dieser "Begehung" teil. Rund 10,4 Kilometer kamen letztlich an "Laufstrecke" zusammen, bevor der Tag in gemütlicher Runde in der bekannten Eichholzer Gaststätte "Ulli´s Landhaus" ausklang. Es wurde viel erzählt. Viele Erinnerungen wurden wieder wach! Sie hatten viele Fotos/Karten und sonstige Dokumente dabei, um auch jenen Leuten, die keine "Grenzer" waren, zu verdeutlichen, wie es an Ort und Stelle mal aussah und was dort geschah in jenen Jahren, als die innerdeutsche Grenze existierte.


Das oben gezeigte Foto wurde um 1970 aufgenommen. Es zeigt den Bereich am Ende der Brandenbaumer Landstraße in Lübeck. Auch die Abschrankung Eichholz ist zu erkennen (zum Vergrößern des Bildes das Foto anklicken). Unten rechts im Bild die Gaststätte „Landhaus" (heute: Ulli´s Landhaus). 
Im „Landhaus" feierten gelegentlich auch die Angehörigen des Zollkommissariats Lübeck-Süd. Ob zu Weihnachten oder anlässlich einer „Schießpreis-Verteilung" / eines Zollhunde-Wettkampfes:  die Zöllner ließen es sich hier schmecken.
Dass die Gaststätte auch zu gegenwärtiger Zeit gut besucht ist, spricht für sich.
Siehe auch https://www.speisekarte.de/l%C3%BCbeck/restaurant/ullis_Landhaus


oben: Bereich Brandenbaumer Landstraße in Lübeck-Eichholz um 1970

DDR-Beobachtungsturm beim Bahnhof Herrnburg

Ein Beobachtungsturm der DDR-Grenztruppen neuerer Bauart. Dieser BTv (Beobachtungsturm viereckig) stand beim Bahnhof Herrnburg und wurde am 15.05.1988 fotografisch abgelichtet. Der Fotograf befand sich im D-Zug, welcher gerade aus dem Bahnhof in Richtung Grenze bzw. Lübeck fuhr. Er ging dabei ein "Risiko" ein, denn das Fotografieren von Bahnhofs- und Grenzanlagen war laut den DDR-Gesetzen streng verboten. Was wäre passiert, wenn das Ausfahrtsignal plötzlich auf "Halt" gestellt worden wäre und der Zug noch vor Erreichen der Grenzlinie hätte stoppen müssen? Aber es ging letztlich alles gut... 

... und so kann auch das nachfolgend gezeigte Bild vom Bahnübergang Herrnburg hier veröffentlicht werden. Vor der Schranke steht ein Mann in der Uniform der DDR-Grenztruppen, wahrscheinlich zu den PKE (Passkontrolleinheiten) gehörend. Bei dem LKW handelt es sich um einen IFA W 50 der DDR-Grenztruppen.

Am Bahnübergang Herrnburg, 1988


Auch die oben gezeigte Aufnahme entstand im Mai 1988 im Raum Bahnhof Herrnburg.  Gut zu erkennen ist das kleine Tor im Metallgitterzaun, durch das Soldaten der DDR-Grenztruppen gelegentlich kamen, um den Streckenläufer der Reichsbahn auf der Schiene bis zur Grenzlinie zu begleiten oder um am späten Abend bzw. am frühen Morgen Signaldrähte zu legen/entfernen. 


oben: Zwei DDR-Grenzsoldaten entfernen Signalschnüre/-drähte, welche am Abend des vorherigen Tages über das Gleis gelegt worden waren

Herrnburg

Grenzraum südlich der Bahnlinie bei HerrnburgHerrnburg

Herrnburg

Herrnburg


Herrnburg

oben: Blick aus dem Beobachtungsturm der DDR-Grenztruppen, welcher sich nördlich der Bahnlinie Lübeck-Bad Kleinen beim Bahnhof Herrnburg befand. Herr Christoph Arndt fertigte im Jahr 1990 diese schöne Aufnahme (auch die im Anschluss gezeigte). Heute sieht es hier anders aus - der "BT", aus dem dieses Foto gemacht wurde, steht längst nicht mehr. Und auf dem Gelände, wo die Bahnhofsgebäude standen, befindet sich nun ein Einkaufszentrum.

Herrnburg

Herrnburg

oben: Die Fotoaufnahme von Herrn Christoph Arndt zeigt einen Personenzug, welcher aus Richtung Hansestadt Lübeck kommend kurz vor Erreichen des Bahnhofs Herrnburg ist.

Herrnburg

oben: Versetzen Sie sich in die Person eines Angehörigen der DDR-Grenztruppen und schauen Sie mit seinen Augen gen Westen. Sie befinden sich auf einem Beobachtungsturm nördlich der Bahnlinie Lübeck-Bad Kleinen am Bahnhof Herrnburg. Und Sie blicken auf einen Personenzug, welcher gerade von Lübeck kommend die Grenze zur DDR überfahren hat und in weniger als einer Minute in den Bahnhof Herrnburg einläuft. Foto: Christoph Arndt.


oben und unten: Beim damaligen Grenzbahnhof Herrnburg: Verwaiste Gleise dort, wo früher Interzonenzüge abgefertigt wurden.



oben: Blick auf die Wakenitz und den Grenzraum bei Lübeck-Eichholz/Herrnburg. Aufnahme um 1970

Herrnburg

oben: der Grenzraum an der Bahnlinie Lübeck-Herrnburg um 1969/1970. Unten im Bild ist der Hochstand des Grenzzolldienstes zu erkennen. 

Lübeck-Eichholz

Dienst an der Grenze. Die Dunkelheit hat sich angeschickt, für einige Stunden das Zepter zu übernehmen. In der Zeit zwischen 23.00 Uhr und 06.00 bin ich als Angehöriger des Zolls unterwegs, um das Grenzgebiet zwischen Lübeck-Eichholz und Herrnburg zu überwachen. Drei Stunden „Postierung" an der Abschrankung Lübeck-Eichholz liegen hinter mir, als ich mich in Richtung „Bahndamm" aufmache. Hier, an der Bahnlinie Lübeck-Herrnburg, hat der Grenzzolldienst unweit der Grenzlinie einen Beobachtungshochstand; dieser ist jetzt mein Ziel.

Ich gehe am „Bohlkamp" entlang und von dort aus in den „Utechter Weg". Als dieser durchschritten ist, biege ich nach links in die Straße „Am Teufelsmoor" ein.  Es dauert nicht lange, bis ich die letzte Straßenlaterne, die hier steht, erreicht habe. Ab hier wird es dunkel. Nicht sofort, aber schon nach ein paar Metern kann ich nichts mehr erkennen. Vielleicht würde es sich etwas bessern, würde ich stehenbleiben und meinen Augen Gelegenheit geben, sich den veränderten Lichtverhältnissen anzupassen.

Nun, ich habe einen Diensthund bei mir. Und auf ihn, meinen Zollhund, verlasse ich mich. Er kennt den Weg und weiß, wo es lang geht. Gewiss, es sind wohl nur rund hundert Meter von hier bis zum Hochstand des Grenzzolldienstes. Das Herz beginnt schneller zu schlagen ob der „Schwärze", die mich umgibt. Ich könnte die Taschenlampe, die ich mit mir führe, einsetzen. Aber es wäre nicht klug, diese zu gebrauchen: Die Soldaten der DDR-Grenztruppen, die sich wenige hundert Meter östlich von mir auf einem Beobachtungsturm unweit des Bahnhofs Herrnburg befinden, könnten – sofern sie ihren Aufgaben gerecht werden und „beobachten" – den Schein der Handleuchte wahrnehmen und somit erkennen, dass sich jemand der Grenze bei der Bahnlinie nähert.

Nein, das möchte ich nicht – und so schreite ich weiterhin durch die Dunkelheit.

Ich merke, wie mein Hund mich nach rechts zieht. Ja, hier ist eine Kurve. Sehen tue ich sie jedoch nicht. Das „Sehen" überlasse ich vielmehr meinem Hund. Wie gut, ihn bei mir zu haben – wie schön, so einen Kameraden bei sich zu wissen.

Eigentlich sind es nur noch wenige Meter bis zu der kleinen hölzernen Tür, welche es bei Verlassen des Privatgeländes zu durchschreiten gilt. Dass es gefühlsmäßig „länger" wird, liegt an Gedanken, die mich durchströmen. Ein Kollege hatte mir mal etwas erzählt, was ich unglücklicherweise besonders während der Nachtdienste ins Gedächtnis zurückrufen wusste: der Angehörige des Grenzzolldienstes war hier in tiefster Nacht unterwegs, als sein Hund ihm zu verstehen gab, dass vor ihnen „etwas ist". Er schaltete die Taschenlampe ein und sah eine Person vor sich auf dem schmalen Weg liegen. Voller Blut war der Mann, der sich nun ganz langsam aufzurichten begann und auf den Zöllner zutaumelte… ja, das hätte eine Szene aus einem Horrorfilm sein können. Letztlich war der Sachverhalt, der sich ergab, von relativ harmloser Natur. Und dennoch hatte ich jene Momente, die ich glücklicherweise nicht selbst erlebte, so manches Mal vor Augen, als ich dieses kleine Waldstück bei Dunkelheit passierte.

bei Herrnburg

oben: Mochte das Gebiet vom Metallgitterzaun bis zur eigentlichen Grenzlinie im  jeweiligen Grenzabschnitt auch relativ klein erscheinen, so summierte sich dieser Raum bezogen auf die gesamte Grenzlänge doch zu einer riesigen Fläche. Verständlich, dass die DDR bestrebt war, dieses Gebiet weitgehend zu nutzen. Da die erforderlichen Arbeiten in der Regel von Angehörigen der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) ausgeführt wurden, mussten seitens der DDR-Grenztruppen Bewachungskräfte abgestellt werden. Die Soldaten hatten u.a. sicherzustellen, dass die eingeteilten Arbeitskräfte das Territorium der DDR nicht verließen. Manchmal wurde Trassierband gespannt, um deutlich zu machen: bis hierhin und nicht weiter! Wer dann die „rote Linie“ überschritt, hatte u.a. mit der Anwendung der Schusswaffe zu rechnen.

Blick aus der Grenzzolldienst-Hütte bei der Abschrankung Eichholz

oben: bei „Nacht und Nebel" – die Schutzhütte des Grenzzolldienstes unweit der Abschrankung Lübeck-Eichholz. Und was sah man(n), wenn man in diesem Gebäude „postierte"? Blickte man geradeaus, dann auf den „Behaimring": Schaute man nach links, erkannte man einen Teilbereich der Brandenbaumer Landstraße.
Rechts bzw. in Richtung „Grenze“ sah man während der Dunkelheit einige Peitschenlampe der Lichtsperre, die es im Raum zwischen Bahnhof Herrnburg und Führungsstelle der DDR-Grenztruppen gab.


oben: Schutzhütte des Grenzzolldienstes in Lübeck-Eichholz am Ende der Brandenbaumer Landstraße Höhe Behaimring. Das Foto wurde von einem DDR-Grenzsoldaten aufgenommen.

Schlutuper Tannen

1970 – Blick auf die Gaststätte „Schlutuper Tannen"  bzw. den Grenzbereich bei der Speckmoorstraße in Lübeck-Schlutup. Im Hintergrund einige Gebäude, u.a. von Zoschke, von wo auch der Grenzzolldienst Propangas bezog. Das Gas wurde benötigt, um im Winter die Zollschutzhütten des Zollkommissariats Lübeck-Süd beheizen zu können.

Manfred Krellenberg, damals Angehöriger der Grenzaufsichtsstelle Eichholz, erinnert sich: „Das Errichten und die Instandhaltung der Zollschutz-Hütten war Angelegenheit der Zollverwaltung. Aber der Staat kam nicht dafür auf, dass die Beamten, die gelegentlich in diesen hölzernen Gebäuden postierten, es „gemütlich" hatten; dafür mussten die Angehörigen der Grenzaufsichtsstellen schon selber sorgen." Und so richteten die Beamten eine „Gas-Kasse" ein, in die jeder Kollege einen monatlichen Beitrag einzuzahlen hatte. Es stand daher immer mindestens so viel Geld zur Verfügung, dass „Nachschub" besorgt bzw. bezahlt werden konnte.  In der Regel achteten die Zöllner darauf, dass stets eine Ersatzflasche parat stand für den Fall, dass die gerade angeschlossene Buddel ihr „Leben" aushauchte. Doch gab es auch Ausnahmen… und es wurde dann sehr kalt in den Hütten. Wenn es „gut" lief, war eine Streife der GASt (mot) Lübeck-Süd  im Einsatz. Die mit VW-Bus ausgestatteten Kollegen fuhren dann so manches Mal auch außerhalb der „Öffnungszeiten" zu Zoschke und so wurden die Beamten, die dringend auf diese Gasflaschen-Lieferung warteten, aus mancher „Notlage" befreit.

Blick aus DDR-Wachturm in Richtung Lübeck

Blick aus der Kanzel eines Beobachtungsturms der DDR-Grenztruppen (Foto: Grenztruppen der DDR) in Richtung Lübeck-Eichholz. Der doppelreihige Metallgitterzaun ist gut zu erkennen. Zwischen den Zäunen lagen Minen (bis 1984). In diesem Grenzbereich bzw. ein paar Meter weiter nördlich kam es zu Minenexplosionen, nachdem Bundesbürger die Grenze in Richtung DDR überschritten hatten und durch Überklettern des ersten Zaunes in das Minenfeld geraten waren (1969, 1981). Eine männliche Person erlag den Verletzungen.

DDR-Grenzsperranlagen

Oben: Schematische Darstellung der DDR-Grenzsperranlagen aus der Zeit um 1980. Zwischen 1983 und 1985 gab es einige Veränderungen. So wurden z.B. die Erdminen gesprengt, die "Selbstschussanlagen" abgebaut, Zäune erneuert / modifiziert, akustische und optische Signalanlagen (Rundumleuchten/Signalhörner) demontiert und der "stille Alarm" eingeführt

Die Grenzsperr- und Sicherungsanlagen gegenüber dem Grenzabschnitt der Grenzschutzabteilung Küste 1 bzw. dem Zollkommissariat Lübeck-Süd (Raum Priwall/Ostsee bis Nordspitze Ratzeburger See) mit Stand vom 23.12.1987:

Beobachtungstürme aus Beton               Anzahl: 26

Erdbunker aus Betonfertigteilen             Anzahl: 6

Betonbrüstungen                                     Anzahl: 8

Sonstige Objekte                                     Anzahl: 10

Schutzstreifenzaun                                  Länge: 37,7 Kilometer

Betonmauer                                             Länge  : 2,2 Kilometer
 
Lichtsperren                                             Länge: 9,6 Kilometer      Anzahl: 6

Hundelaufanlagen                                    Länge: 9,9 Kilometer       Anzahl: 3

Metallgitterzaun                                       Länge: 39,9 Kilometer

   - davon einfach                                      Länge: 35,5 Kilometer

                 doppelt                                                   4,4 Kilometer

Kolonnenweg                                            Länge: 40,2 Kilometer

Kfz-Sperrgraben                                       Länge: 22,4 Kilometer

Durchlässe und Übergänge                      Anzahl: 22


Der Grenzbereich "An der Landesgrenze" / "Stumpfer Weg" bei Lübeck-Schlutup. Auf diesem Bild ist sehr gut zu erkennen, wie sehr man auf Seiten der DDR darauf bedacht war, freies Sicht- und Schussfeld zu haben. Ein Beobachtungsturm der DDR-Grenztruppen, ein "BTv", stand an günstiger Stelle, um den Grenzbereich gut einsehen zu können.


oben: Beobachtungsturm gegenüber Lübeck-Schlutup unweit Stumpfer Weg / An der Landesgrenze. Diesseits des Metallgitterzauns finden landwirtschaftliche Arbeiten statt. Aufnahme aus dem Jahr 1985


oben: Die "Ruine Wasserwerk" gegenüber des Grenzraums am Lüdersdorfer Weg (Lübeck-Schlutup). In der Aufnahme, welche 1985 entstand, ist unten links eine Schutzhütte des Grenzzolldienstes zu erkennen.


oben: Ruine Wasserwerk


oben: Abschrankung Lüdersdorfer Weg in Lübeck-Schlutup


Palinger Weg in Lübeck Höhe Kühne & Nagelum 1970

oben: Lübeck, Palinger Weg Höhe Kühne & Nagel 


Planier-Arbeiten an der Grenze bei Herrnburg (1984). DDR-Grenzsoldaten, unweit der Grenzlinie befindlich (im Vordergrund zu sehen), bewachten die Arbeiten. Eine Flucht in Richtung Bundesrepublik wäre den Bauarbeitern wohl nicht oder nur unter Lebensgefahr gelungen, auch wenn sie der Grenze bereits sehr nah waren.

DDR-Grenzsoldaten auf vorgelagertem Hoheitsgebiet der DDR

DDR-Grenzstreife auf dem vorgelagerten Hoheitsgebiet der DDR (bei Herrnburg, 1985)


Mi 2

Zu Grenzüberwachungs/-sicherungs- und Aufklärungszwecken setzte die DDR auch Hubschrauber russischer Bauart ein. Im Bild eine Mi-2. In den 1980er-Jahren kamen auch Mi-8 und Mi-24 des Öfteren zum Einsatz

Es kam vor, dass Luftfahrzeuge des "Warschauer Pakts" in das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland eindrangen. So auch am 26.8.1986, als mindestens eine sowjetische "Mi 24" die Grenze überflog. Aber es gab im August 1986 auch noch weitere "Vorkommnisse" im Grenzraum Lübeck, die erwähnenswert sind:


2017

oben: Unweit der Grenze bei der "Schevenbrücke". Rund 150 Meter südlich befand sich ein Beobachtungshochstand des Grenzzolldienstes. Der GZD-Hochstand bei "Schneiders Wiesen" wurde von den Streifen des Zolls und BGS oftmals angelaufen.

um 1970

Zum Gebiet, welches von den Angehörigen der Grenzaufsichtsstelle Eichholz (ZOLL) zu überwachen/bestreifen war, gehörte auch das oben gezeigte Waldstück nördlich von Lübeck-Eichholz. Man erreichte es u.a. vom Behaimring aus. Ein Pfad führte über den sogenannten „Feldherrnhügel" in Richtung Lübeck-Schlutup.  In der Regel gingen/fuhren hier nachts nur Doppelstreifen. Lediglich Zollhund-Führern war es gestattet, dort bei Nacht alleine unterwegs zu sein.

Es gab Nächte, da waren im Grenzgebiet bei Lübeck-Eichholz mehrere westdeutsche Grenzstreifen im Einsatz. Bundesgrenzschutzbeamte postierten z.B. an der Abschrankung Lübeck-Eichholz/Herrnburg, eine Zollstreife hatte sich am Hochstand des Grenzzolldienstes an der Bahnlinie-Lübeck-Herrnburg niedergelassen. Für eine weitere Zollstreife (mit Diensthund) bedeutete das, auf jene Räume auszuweichen, die noch nicht „besetzt" waren. Entweder machte man sich auf in Richtung Wakenitz, oder man begab sich nordwärts in Richtung "Schneiders Wiesen". Auf jeden Fall musste man nun bei tiefster Dunkelheit seinen Grenzdienst verrichten. Und die Wahrscheinlichkeit war dabei sehr hoch, auf Tiere zu treffen, denen man unter genannten Umständen eigentlich lieber nicht begegnen möchte – Wildschweine!

Ich erinnere mich daran, wie ich gelegentlich den würzigen Duft dieser „Schwarzkittel" in die Nase bekam, bevor ich es „grunzen" hörte. Und ich gestehe: mir wurde dann schon etwas „flau" im Magen… Statt wie die meisten anderen Menschen zu Hause im Bett zu liegen und tief zu schlafen, gehörte es zu meinen Pflichten, diese Wege auch zur Nachtzeit zu bestreifen.  Ein großes Glück, dass ich nicht alleine war! Was ich meinen Diensthunden ARCO und ARIE schulde ist mehr, als ich in der Lage wäre in die richtigen Worte zu fassen.

Und so denke ich an meine vierbeinigen Freunde – in Liebe und in Dankbarkeit. Ich hoffe auf unser Wiedersehen - wann, wo und in welcher Form das auch immer sein mag.


oben: Manfred Krellenberg mit Zollhund ARIE (Oelbild)

Video

Manfred Krellenberg mit Zollhund ARCO

oben: Manfred Krellenberg mit Zollhund ARCO


oben: Vielleicht ist es von Interesse, wie damals ein Dienstplan einer Grenzaufsichtsstelle (GASt) des Zolls aussah. Folgender Plan wurde für die GASt Eichholz für den Zeitraum vom 16. - 31.10.1989 aufgestellt.
Wie zu erkennen ist, wurde so ein Dienstplan nur für 2 Wochen gefertigt. Die Angehörigen der GASt wussten daher in der Regel nicht, was für Dienste "danach" zu leisten waren.
Für mich als einer von insgesamt 9 Beamten der GASt Eichholz stellte sich folgende Dienstverrichtung dar:


16. Oktober 1989: Teilnahme am Dienstsport
17. Oktober 1989: „V“ (Vormittags)-Streifendienst (bzw. "Grenzaufsichtsdienst"). Zu beginnen in der Zeit zwischen 06.00 und 08.00 Uhr.
17. Oktober 1989: „VM“(Vor-Mitternacht)-Streifendienst. Zu beginnen zwischen 18.00 und 20.00 Uhr
19. Oktober 1989: „N“ (Nachmittags)-Streifendienst. Zu beginnen zwischen 12.00 und 14.00 Uhr
20.Oktober 1989: „B2“-Dienst bei der Grenzkontrollstelle Moisling (u.a. Dienst im Interzonenzug "D 438" von Lübeck nach Hamburg)
21. Oktober 1989: „A“-Dienst bei der Grenzkontrollstelle Moisling (14.30 Uhr bis ca. 21.30 Uhr)
22. Oktober 1989: „N“ (Nachmittags)-Streifendienst
23. Oktober 1989: „VM“ (Vor-Mitternacht)-Streifendienst Ü 13
„Ü 13“ bedeutete, dass man Dienstanfang und Ende abzustellen hatte auf jene Zeit, wo der Zoll nach vorheriger Absprache mit dem BGS im entsprechenden Überwachungsraum präsent zu sein hatte.
25.Oktober 1989: „NM“ (Nach-Mitternacht)-Streifendienst. Dienstbeginn zwischen 23.00 Uhr und 01.00 Uhr
27. Oktober 1989: Schießen (ob nun Training mit Pistole P6, MPi 5 oder Gewehr G3 entzieht sich meiner Erinnerung)
28. Oktober 1989: dienstfrei
29. Oktober 1989: dienstfrei
30. Oktober 1989: dienstfrei
31. Oktober 1989: Teilnahme an Zollhunde-Übung
Als Diensthundführer bekam ich für die Pflege meines privateigenen Zollhunds täglich 1 Stunde. Das im Monat zu leistende Soll verringerte sich somit entsprechend.


oben: Das Video (Bild anklicken) möchte Ihnen zeigen, wie Rauschgift-Spürhunde des Zolls ausgebildet werden

Video

Manfred Krellenberg

oben: Ausschnitt aus dem interessanten Film "Mauersteine Grevesmühlen 2011", einem Medienprojekt von Schülern des Gymnasium am Tannenberg.

Video

Grenzöffnung November 1989

Video: Karsten Eckermann

Video: Manfred Krellenberg

Video GRENZBOOTE AUF DER ELBE

Video "AUF STREIFENFAHRT". Der Film zeigt u.a. ein Grenzsicherungsboot der DDR - G 747 - mit voller Kraft voraus auf dem Grenzfluss Elbe fahrend (unweit Bleckede, März 1989)

Video Grenzöffnung Pötenitz / PriwallPriwall


Der damals von der Grenzschutzabteilung Küste 1 und des Zollkommissariats Lübeck-Süd zu überwachende Grenzabschnitt erstreckte sich von der Ostseeküste beim Priwall bis zur Nordspitze des Ratzeburger Sees bei Rothenhusen. Das 1985 aufgenommene Bild zeigt einen Teil des Grenzbereichs auf dem Priwall (eine etwa drei Kilometer lange Halbinsel an der Mündung des Flusses Trave. Er gehört seit 1226 zum Ortsteil Travemünde der Hansestadt Lübeck).


oben: Grenzanlagen / Beobachtungsturm unweit Priwall-Strand. Aufnahme aus dem Jahr 1985


Das im Jahr 1985 aufgenommene Farbfoto zeigt die Einfahrt von der Pötenitzer Wiek in den Dassower See. Mancher "Republikflüchtige" schaffte es, in diesem Raum bzw. der näheren Umgebung die Grenzsperranlagen der DDR zu überwinden und in den Dassower See - den "Westen" - zu gelangen. Fischerboote  oder Kräfte des Zolls/BGS nahmen diese Leute dann auf und brachten sie in Sicherheit.

Grenzöffnung Pötenitz / Priwall am 03.02.19903.2.1990

Grenzöffung Pötenitz/Priwall am 3.2.1990 (Fotos: Manfred Krellenberg)

Grenzöffnung Pötenitz / Priwall am 03.02.19903.2.1990


Tonne 3  Seezeichen GRENZE auf der Ostsee

7 Tonnen markierten die Seegrenze vom Priwall in Richtung Ostsee.

Die gelben Grenztonnen "Grenze 1, 2, 5 und 7" hatten eine Befeuerung (Leuchttonnen mit gelbem Blitz).
Die gelben Grenztonnen "Grenze 3, 4 und 6" waren unbefeuerte Bakentonnen. Das im Bild zu sehende Seezeichen - die Tonne 3" -befindet sich heute beim Kontrollturm der Verkehrszentrale Travemünde des WSA Lübeck

Grenzöffnung Pötenitz / Priwall am 03.02.19903.2.1990

Grenzöffnung Pötenitz / Priwall am 03.02.19903.2.1990

Grenzöffnung Pötenitz / Priwall am 03.02.19903.2.1990

Grenzöffnung Pötenitz / Priwall am 03.02.19903.2.1990

Schild auf dem Priwall - Februar 1990

Grenzöffnung Pötenitz / Priwall am 3.2.19903.2.1990

Dassower See

oben: BTV (Führungsstelle) südwestlich Dassow

Brücke über Stepenitz

Die Mauer bei DassowDassow

Wer glaubt, dass es eine "Mauer" nur in Berlin gab, irrt - es existierten auch entlang der innerdeutschen Grenze Abschnitte, wo eine Mauer stand (vielfach aus Sichtschutzgründen), so auch bei Dassow (siehe das obige Bild).  Die Bewohner dieser Ortschaft mussten viele Jahre lang mit "ihr" und den anderen Grenzsperranlagen leben.

Dassow

Dassow

Führungsstelle Fuest

Blick in Richtung Johannstorfer Spitze. Rechts führt der Kolonnenweg Richtung Priwall  (ca. 1 km)


oben: Kontrollpunkt Sperrgebiet Höhe Mülldeponie Schönberg


Ein BT 11 an der Ostsee

bei Barendorf

zum Bild oben: Es ist gegen 16.15 Uhr des 8.7.2017, als ich, Manfred Krellenberg, mich am Strand der Ostsee, bei Barendorf, befinde. Ich schaue nach „drüben", in Richtung Lübeck-Travemünde. Niemals zuvor in meinem Leben war ich dort, wo ich nun stehe. Obwohl nicht allzu weit von meiner „Heimat" entfernt, fühle ich mich in diesen Momenten/Augenblicken ganz weit weg von „Zuhause" . Für einige Sekunden lasse ich mich "fallen". Und ich denke an die Jahre vor der „Wende". Ich versetze mich in Jemand, der in der DDR geboren wurde, in sein Leben, seine Hoffnungen, seine Wünsche. Ob vielleicht auch ich vom Wunsch beseelt gewesen wäre, die Deutsche Demokratische Republik zu verlassen? Und wenn ich es nun bis hierhin geschafft hätte, wie wäre es „weiter" gegangen? Ob ich es tatsächlich gewagt hätte, in die Ostsee zu gehen und gen Bundesrepublik zu schwimmen? Wie weit hätten mich die kühlen Fluten des Baltischen Meeres westwärts getragen? Hätte mich die niedrige Temperatur des Ostseewassers zur Strecke gebracht, wären es meine begrenzten körperlichen Kräfte gewesen? Oder hätten Einheiten der Grenzbrigade Küste meine Flucht entdeckt und entsprechende „Maßnahmen" mit Erfolg eingeleitet?
Ich sehe das Hotel „Maritim" in Lübeck-Travemünde. „Drüben" ist so nah – und doch so fern!  Es sind nur ein paar Sekunden, in denen mich die Zeit in die Vergangenheit entführt. Als sie vorüber sind, bin ich wieder im HIER & JETZT.
Und ich denke an all Jene, die damals ihr Leben verloren, beim Versuch „westwärts“ zu gelangen.
Die Ostsee wurde für viele Menschen zum Grab. Ob gegen Ende des Zweiten Weltkriegs oder zu Zeiten des „Kalten Kriegs".
Ihrer wollen wir gedenken. Am Strand der Ostsee, aber auch hier, auf der Homepage der Grenzdokumentations-Stätte Lübeck-Schlutup e.V. 

Zum Gedenken

.... der "Übergang" zum nächsten Bild fällt hier besonders schwer - Wir bitten um Nachsicht.  Vielen Dank!


zum Foto oben: Irgendwie zog es manchen Angetrunkenen zur Grenze hin.... Vielfach ging alles "gut". Nicht jeder von ihnen überquerte die Grenzlinie. Ja, mancher fiel schon vorher zu Boden.... Einige, die es über die Grenze schafften, schliefen auf DDR-Gebiet ihren Rausch aus (die rechte Fotoaufnahme wurde vom "BT 11" gemacht, welcher sich gegenüber der Abschrankung Lübeck-Eichholz befand). Es gab aber auch Festnahmen durch Angehörige der DDR-Grenztruppen. In mindestens einem Fall durften "zivile Kräfte" (es waren "verkleidete" BGS-Beamte) nach Absprache mit den Grenztruppen das Gebiet der DDR betreten, die Person "bergen" und auf Bundesgebiet zurückholen.


Grenzverlauf zur DDR im Bereich südlich von Lübeck

Eine alte Karte mit eingezeichnetem Verlauf der Grenze zur DDR im Raum südlich Lübeck bis Höhe Rothenhusen. Die nachfolgend gezeigten Luftbilder sind in diesem Grenzabschnitt gefertigt worden.

Absalonshorst

Absalonshorst, an der Wakenitz bei Lübeck gelegen, war schon damals ein beliebtes Ziel für Ausflügler aus Nah und Fern. Nähere Infos u.a. hier: http://wiki-de.genealogy.net/Absalonshorst


oben: Grenzraum südwestlich Herrnburg

Lenschow und NädlershorstLenschow

Zur Erinnerung an Nädlershorst und Lenschow (S/W-Foto aus dem Jahr 1970, Farbfoto aus dem Jahr 1985). Das zu Mecklenburg/DDR gehörende Dorf Lenschow fiel im Jahr 1975 den Grenzsicherungsmaßnahmen der DDR zum Opfer; es wurde geschleift. Nähere Informationen siehe hier: http://www.lenschow-in-memoriam.de/aktuell.html    Auch die bei Nädlershorst befindliche Wochenendsiedlung und das beliebte Fährhaus, eine  Gaststätte, existieren zwischenzeitlich nicht mehr; sie wurden im Zuge der Schaffung von Naturausgleichsflächen für die Autobahn A 20 abgerissen.  Vor Ort entstand im Jahr 2008 eine neue Brücke über die Wakenitz.

Lenschow


oben: Grenzraum bei den "Lenschower Tannen". In der Aufnahme, die Ende der 1960er-Jahre entstand, ist u.a. der doppelreihige Metallgitterzaun zu erkennen. Rechts im Bild ein hölzerner Beobachtungsturm/-Hochstand der DDR-Grenztruppen

Nädlershorst


oben: Brücke bei Nädlershorst / Lenschow um 1965


oben: Grenzraum bei Nädlershorst / Lenschow um 1968/1969


oben: Lenschow um 1970

Schattin

oben: Kasernengebäude der DDR-Grenztruppen bei Schattin. Aufnahme aus dem Jahr 1985



Ziegelhorst

Südlich von Nädlershorst, in Richtung Rothenhusen, befindet sich Ziegelhorst. Auf dem Foto, das um 1970 aufgenommen wurde, sind u.a. ein Beobachtungsturm der DDR-Grenztruppen (ein BT 11) und der doppelreihige Metallgitterzaun (MGZ) zu erkennen.

Ziegelhorst

Rothenhusen

Rothenhusen

oben: Brücke Rothenhusen Ende der 1960er-Jahre. Nördlich des Ratzeburger Sees entstand diese Aufnahme. Auf der westlichen Brückenseite ist eine Schutzhütte des Zollgrenzdienstes zu erkennen.


oben: am rechten Rand des Bildes ist ein Teil des Fährhaus Rothenhusen zu sehen.

Rothenhusen

Bei Rothenhusen, an der Nordspitze des Ratzeburger Sees, endete der Bezirk der Grenzschutzabteilung Küste 1 und des Zollkommissariats Lübeck-Süd. In diesem Bereich gab es damals mehrere Fluchtversuche aus der DDR, die teilweise erfolgreich verliefen. Die Bilder sind um das Jahr 1970 entstanden.


Rothenhusen

Utecht

Utecht

Oben: Kaserne der DDR-Grenztruppen in Utecht (Fotoaufnahme um 1970). Dieser Grenzbereich gehörte nicht mehr zum Überwachungsabschnitt der Grenzschutzabteilung Küste 1 (Bundesgrenzschutz) bzw. des Zollkommissariats Lübeck-Süd; südlich des Fährhauses Rothenhusen bzw. ab Beginn des Ratzeburger Sees zeichneten seitens der bundesdeutschen Grenzüberwachungsorgane die "Ratzeburger Kollegen" von BGS und Zoll verantwortlich.


oben: ein Beobachtungsturm der DDR-Grenztruppen - ein sogenannter "BT 11" - hat ausgedient und wird am 04.01.1990 bei Herrnburg umgerissen


Angehörige der DDR-Grenztruppen - Grenzaufklärer - und eine Streife des Bundesgrenzschutzes (BGS) an der innerdeutschen Grenze im Raum nördlich Lübeck-Eichholz bei "Schneiders Wiesen". Im Gegensatz zu den Grenztruppen der DDR, die eine "Grenzsicherung" betrieben, überwachten BGS und Grenzzolldienst den ihnen zugeteilten Grenzbereich. Grenzschutz und Zoll sprachen sich bezüglich der Dienstverrichtung ab und sorgten dafür, dass immer mindestens eine Streife im Einsatz war. Bei Tag und bei Nacht. Ob auf dem Priwall, in Lübeck-Schlutup / Lübeck-Eichholz oder im Raum Groß Grönau: Zoll und Bundesgrenzschutz waren unterwegs und verrichteten auch unter schwierigsten Wetterbedingungen ihren Dienst.  

Forsthaus Wesloe - Lübeck, um 1970

oben: das Forsthaus Wesloe um 1970. Hier hat sich zwischenzeitlich Manches verändert. Heute ist hier der Holzhof Wesloe zu finden. Einige der gezeigten Gebäude stehen längst nicht mehr. Zu ihrer Erinnerung möchte das gezeigte Bild beitragen.


oben: die Waldschule Wesloe um 1970


Oben: Viele der hier, an der Kirschenallee bei Lübeck-Wesloe, gezeigten Gebäude gibt es längst nicht mehr; insofern ist das Bild von "historischem Wert"!. Ja, so hat es hier, im Bereich von Hagebuttenweg / Rotdornweg früher mal ausgesehen. Interesse an weiteren Luftbildern aus dem Raum Lübeck-Eichholz bzw. Lübeck-Schlutup aus der Zeit um 1970? Mail an mkrelle@t-online.de


Unser "Webmaster" Manfred Krellenberg (das Bild zeigt ihn im Jahr 1984 an der innerdeutschen Grenze zwischen Lübeck und Herrnburg). Manfred Krellenberg ist erreichbar unter mkrelle@t-online.de


oben: Angehörige des westdeutschen Zollgrenzdienstes bei einer Begegnung mit DDR-Grenzern. Eine Aufnahme aus den 1950/1960-Jahren Der zweite Zollbeamte von links ist ein "Oberzollinspektor". Siehe hierzu auch die nachfolgende Grafik:


oben: In den 1950/1960-Jahren bis zur Einführung einer neuen Dienstkleidung (1972) gab es diese "Kragenspiegel", welche den jeweiligen Dienstgrad der Zollbeamten kenntlich machten

DDR-Grenzer und westdeutscher Zollbeamter

oben: ein DDR-Grenzer erhält von einem westdeutschen Zollbeamten Feuer zum Anzünden einer Zigarette. 1950er/1960er-Jahre

Anhaltekelle HALT ZOLLHalt! Zoll



oben: der "Zollkarabiner 52" des Herstellers HEYM, auf dem System "98" basierend, fand in der Bundeszollverwaltung Verwendung. Diese Waffen, die beim Schießen einen merklich größeren "Rückschlag" als die später eingeführten Gewehre "G3" hatten, wurden beim Zoll um 1974 ausgemustert.


oben: die Pistole HECKLER & KOCH "HK 4" wurde auch beim Zoll eingesetzt. Die Waffe im Kaliber 7,65 Browning blieb über viele Jahre im Bestand der bundesdeutschen Zollverwaltung. Anfang der 1980er-Jahre wurde sie von der 9mm-Pistole "P6" (Zivilbezeichnung: "P 225") des Herstellers SIG SAUER abgelöst.

Zollbeamter mit Maschinenpistole Heckler & Koch MPi 5

Die von Heckler & Koch stammende Maschinenpistole MPi 5 wurde von den Angehörigen des Grenzzolldienstes oftmals mitgeführt.



Auch der bundesdeutsche Zoll war mit dem Gewehr "G3" ausgerüstet. Diese Schnellfeuergewehre blieben jedoch in den Waffenschränken und wurden von den an der innerdeutschen Grenze Dienst verrichtenden Beamten im Regelfall nicht mit in den Grenzdienst genommen.

GrenzzolldienstZOLL

Im linken Teil des Bildes: Ausschnitt aus einer Urkunde, die Beamten des Zolls ausgehändigt wurde nach Teilnahme eines Lehrgangs an der Zollhundeschule Bleckede

ZollhundZollhund


Zollhundeschule

Zollschule RupprechtstegenRupprechtstegen



Ende der 1970er-Jahre - Sind Sie ein guter Zollschüler? Wollen Sie, dass Sie diese Klausurarbeit erfolgreich bestehen? Bitte gut zuhören während des Unterrichts, sonst schreiben Sie nicht "das", was im unten genannten "Lösungshinweis" formuliert ist! Und bedenken Sie, dass dies nur eine von vielen Klausurarbeiten ist, die während des "Einführungslehrgangs" zu bestehen sind.

Vermerk: jede Ähnlichkeit mit lebenden Personen ist rein zufällig - die genannten Namen sind frei empfunden, Handlugen entsprechen nicht tatsächlichen Geschehnissen.





Obwohl längst Vergangenheit, so hat die „Grenze" den immer noch beim Zoll tätigen Manfred Krellenberg bis zum heutigen Tage nicht losgelassen. „Wenn meine Zeit es erlaubt, kehre ich gerne mal wieder in den ehemaligen Grenzraum zurück und schwelge in Erinnerungen. Dann gehe ich auch dort  spazieren, wo einstmals die Soldaten der DDR-Grenztruppen entlang patrouillierten. „Sperrzone" und „Schutzstreifen" gibt es glücklicherweise nicht mehr."  Auf einer der vielen Märsche, die er entlang der ehemaligen Grenze machte, entstand das folgende Bild. Es zeigt einen Teil des Kolonnenwegs und des einstigen Kontrollstreifens im Bereich der Palinger Heide.  Die Aufnahme wurde am 26.04.1993 gefertigt. Zwanzig Jahre später, am 07.07.2013, wurde hier die 29-jährige Anna-Lena U. während des Joggens überfallen und getötet.


Zum Gedenken an Anna-Lena U.

Dort, wo Anna-Lena U. ihr noch so junges Leben verlor, steht dieser Stein. Aufnahme vom 25.09.2016


Im Grenzbereich zwischen Palingen (DDR) und Lübeck gab es einen unterirdischen Tunnel, der zum "Schleusen" von Personen benutzt wurde


Der Tunnel wurde schon bald nach Öffnung der Grenze ausgegraben und entfernt. Dort, wo er sich befand, erinnert heute nichts mehr an dessen damaliger Existenz.


oben: Diese Aufnahme entstand während des Bau des Tunnels


oben: dieser Erdbunker der DDR-Grenztruppen befand sich in der Palinger Heide am Kolonnenweg zwischen dem jetzigen Standort des Gedenksteins für den Grenzpolizisten Siegfried Apportin und dem seinerzeit für Schleusungen genutzten Tunnel. Wer als Spaziergänger heute dort vorbeikommt, sieht nur noch einen mit Gras bewachsenen Erdhügel; der Bunker selbst steht längst nicht mehr.


Für die Angehörigen der Grenzaufsichtsstelle Eichholz (des westdeutschen Grenzzolldienstes) stellte die Nordspitze des "FKK-Geländes" im Wesloer Forst den nördlichsten Punkt des Bereiches dar, den sie zu bestreifen hatten. Von dort bis zur Wakenitz erstreckte sich der Bezirk, den sie bei Tag und Nacht zu überwachen hatten. Für das abgezäunte Gebiet des FKK-Geländes hatte der Grenzzolldienst Schlüssel. Beamte konnten sich so zu jeder Zeit Zutritt verschaffen und auch dort nach dem "Rechten" schauen.

Der östliche Rand des im Bild zu erkennenden Grabens stellte damals die Grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik dar.


Wenige Meter südlich des (damaligen) Tunnels im Grenzraum Palingen befindet sich dieses Gewässer. Es ist westlich der damaligen DDR-Grenzsperranlagen gelegen, aber noch auf früherem DDR-Gebiet. Manchmal angelten dort "Leute"; es waren in der Regel Angehörige des Ministeriums der Staatssicherheit der DDR, die sich hier, nur wenige Meter von der innerdeutschen Grenze entfernt, aufhielten.

Im Bereich der Palinger Heide bzw. nördlich Herrnburg sind die Betonplatten des Kolonnenwegs noch sehr gut zu erkennen. Früher fuhren Fahrzeuge der DDR-Grenztruppen auf ihnen, nun sind hier viele Spaziergänger unterwegs und finden hier Erholung. Aber aufgepasst: wer nicht Gefahr laufen möchte, auf eine Schlange zu treten, sollte seinen Blick gelegentlich vor die Füße richten. Nicht nur ungefährliche Ringelnattern gibt es hier; auch giftige Kreuzottern sind hier zu Hause (siehe nachfolgende Aufnahmen vom 25.09.2016)

Kreuzotter auf dem ehemaligen Kolonnenweg

In der Palinger Heide gibt es auch Giftschlangen

Kreuzotter auf dem ehemaligen Kolonnenweg in der Palinger Heide

RingelnatterRingelnatter

Kolonnenweg in der Palinger Heide

Der frühere Kolonnenweg der DDR-Grenztruppen unweit Herrnburg. Aufnahme vom 25.09.2016


Kolonnenweg in der Palinger Heide

Kolonnenweg in der Palinger Heide

Kolonnenweg in der Palinger Heide


In der Palinger Heide unweit des Stadtgebiets von Lübeck.

Einstmals „Grenzgebiet“ und zum Territorium  der Deutschen Demokratischen Republik gehörend,  lädt dieser Raum heute zum Wandern und Erholen ein.


Auf Grenzstreife (Bericht von Manfred Krellenberg)

Der Wecker kommt nicht zum Einsatz. Noch bevor er mich aus meinen Träumen reißen kann, stelle ich ihn aus. Wieder mal habe ich ihn nicht gebraucht. Es ist 02.45 Uhr an diesem Tag im Jahre 1987. Für die einen ist es „mitten in der Nacht", für die anderen „früh am Morgen". Wie man es auch betrachtet: es ändert nichts an der Tatsache, aufstehen zu müssen. Nein, ich habe kein Problem damit – ein „Morgenmuffel" bin ich nicht! Was nicht heißen soll, dass ich nicht gern länger schlafe.

Um 03.40 Uhr habe ich meine Dienststelle, die Grenzaufsichtsstelle I Eichholz in Lübeck, Guerickestraße 2-4, erreicht. Alle Räumlichkeiten sind dunkel;  es ist kein anderer Kollege da. Ich schließe die Eingangstür hinter mir wieder ab;  sicher ist sicher – gerade zu dieser „unchristlichen" Zeit. Stahlrute, Pistole, Munition, Signalpfeife, Verbandmaterial und Streifen-/Erkennungsmappe sind dem Spind zügig entnommen. Ab geht es zur sogenannten „Lade-Ecke“. Schon ist die 9 mm-Faustfeuerwaffe vorschriftsgemäß durchgeladen und kann in das Holster gesteckt werden.

Jetzt wird ein frischer Akku in eines der aus dem Schrank geholten Funkgeräte getan. Ich schaue auf den am „schwarzen Brett" befindlichen Zettel, der Aufschluss darüber gibt, wie die einzelnen Streifen sich bei der Sprechfunkzentrale während des laufenden Monats zum Dienstbeginn anzumelden haben. „Zigarettenmarke", ist zu lesen.

„Baldur von Baldur 2/55 kommen", sage ich, nachdem ich die Sprechtaste des eingeschalteten Geräts gedrückt habe. „Baldur 2/55 von Baldur kommen", höre ich und antworte daraufhin mit der Nennung von bekannten Glimmstängeln. „Verstanden, Ende Baldur". Der Kollege hat es „gut"; in etwas mehr als zwei Stunden hat er Feierabend – und für mich fängt der Dienst erst an. Aber nein, so will ich es nicht sehen, schließlich gehe ich gern auf Streife. Auf „Patrouille" entlang der innerdeutschen Grenze – zwischen dem Lübecker Stadtteil Eichholz und der Ortschaft Herrnburg, welche sich auf der mecklenburgischen Seite dieser Trennlinie zwischen West und Ost befindet.

Mit meiner Unterschrift im Dienstbuch bin ich offiziell im Dienst. In einer viertel Stunde, wohlgemerkt. Nicht bereits jetzt, gegen 03.45 Uhr, denn der Frühdienst, der für heute angesetzt ist, darf laut bestehender Regelung nicht vor 04.00 Uhr begonnen werden. Und ist dieser Dienst angetreten, hat man(n) ganze 10 Minuten Zeit, um sich vorzubereiten. Dann muss die Dienststelle in Richtung Grenze verlassen werden. „Trödler" sollen so etwas „auf Trab" gebracht und daran erinnert werden, dass die warmen und trockenen Diensträume nicht dazu da sind, um hier länger zu verweilen. Nun, aus diesem Grunde bin ich auch heute bereits sehr früh hier, um mir jene Zeit nehmen zu können, die ich für eine gute Dienstvorbereitung benötige. Ich brauche nicht hetzen und lese mir die letzten Meldungen, die meine Kollegen in den Streifenmeldeblock geschrieben haben, sorgfältig durch. So wie es sich darstellt, ist wirklich Außergewöhnliches nicht dabei; lediglich die routinemäßigen Streifenfahrten/-gänge von den Angehörigen der DDR-Grenztruppen wurden dokumentiert.

Dann kann es ja nun gleich losgehen. Nein, doch noch nicht – zuvor muss ich mich entscheiden, wie lange mein Frühdienst gehen soll. Wenigstens fünf Stunden sind Pflicht, länger als acht Stunden nicht erlaubt, sofern besondere Vorkommnisse dies nicht rechtfertigen. Ich trage „11.30 Uhr" als voraussichtliches Dienstende in die vorgesehene Spalte des Dienstbuchs ein. Die Anzahl der während des Monats zu leistenden Tag- und Nachtdienststunden will schließlich erfüllt sein. Im Dienstbuch werden nun auch eine „Anlaufzeit" und eine „Postierungszeit" eingetragen. Vorgesetzte wollen/sollen/müssen wissen, wo bzw. wann sie mich in meinem zu überwachenden Grenzbezirk antreffen können, falls sie das zu tun gedenken.  Nun gut. 07.00 Uhr werde ich, sofern nichts „dazwischen“ kommt, an der Abschrankung Lübeck-Eichholz anzutreffen sein. Und mindestens in der Zeit zwischen 09.00 bis 09.30 Uhr beabsichtige ich, am Hochstand des Grenzzolldienstes bei der Bahnlinie Lübeck-Herrnburg zu postieren. Wenn, ja wenn alles normal verläuft. Aber was ist schon „normal" an dieser Grenze! „Sie" ist dermaßen unnatürlich, dass sie zu jeder Tages- und Nachtzeit etwas ganz „Außergewöhnliches" darstellt. Kann es einen interessanteren Arbeitsplatz geben?

Bevor ich aufbreche, kontrolliere ich, ob auch wirklich alles dabei ist, was ich benötige. Ja, die Taschenlampe fehlt noch. Wenn es auch bald hell wird, so regiert doch noch die Dunkelheit. Die dienstlich gelieferte schwache  „Funzel" bleibt im Schrank. Ich greife lieber auf meine privateigene starke Halogen-Lampe zurück, falls Licht gebraucht wird. Die guten Dienstferngläser des Zolls bleiben an Ort und Stelle. Ich habe mein eigenes; es ist noch lichtstärker, noch etwas besser. Die Fotokamera-Ausrüstung möchte auch noch mit - eine „Spiegelreflex“ mit 500 mm-Teleobjektiv.

Da ich einer Grenzaufsichtsstelle angehöre, die lediglich zu Fuß und/oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, will gut überlegt sein, was man(n) alles mit sich führt. Die Kollegen, denen ein Dienstkraftwagen zur Verfügung steht, brauchen sich diesbezüglich weniger Gedanken zu machen. Ich schon! Jedes Gramm zusätzliches Gewicht macht sich bemerkbar. Und dennoch: was sein muss, muss sein. Dazu gehören auch die hohen Lederstiefel, die ich trage – zu jeder Jahreszeit. Nein, mit gewöhnlichen Halbschuhen gehe ich nicht los. Sollen die anderen Kollegen es ruhig machen, wenn sie das für angemessen halten. Ich denke da etwas anders drüber und weiß, dass ich eventuell auch dort entlang muss, wo es in das „Gelände" geht. Sollte ich Pech haben und auf eine Schlange treten, so würde mich ein eventueller Biss wahrscheinlich nicht schädigen. Allein schon aus diesem Grund sind die schweren Stiefel für mich unverzichtbar. Ich trage sie, auch im Sommer bei über 30 Grad im Schatten!

Fünf Minuten nach Vier. Ich verlasse die Räume der Grenzaufsichtsstelle I Eichholz, die sich im Gebäude des Zollkommissariats Lübeck-Süd befinden. Erste Anlaufstation ist der Hundezwinger im Kleingartengelände bei der Straße „An den Schießständen". In ungefähr 10 Minuten werde ich ihn erreicht haben. Doch heute dauert es etwas länger. Am Lebensmittelmarkt, welcher sich an der Ecke Gutenbergstraße/Hans-Sachs-Straße befindet, sehe ich eine rote Alarmleuchte blitzen. Nun, wahrscheinlich Fehlalarm. Dennoch schaue ich mir das Gebäude näher an. Mit der starken Halogen-Taschenlampe leuchte ich in das Innere des Geschäfts hinein – und sehe zwei Männer, die sich darin befinden. Einbrecher! Sekunden später wird meine Funkleitzentrale informiert. Es dauert keine drei Minuten, da rauscht der erste „Peterwagen"  heran. Ich verlasse diesen Ort, nachdem die Personen vorläufig festgenommen und in das Polizeiauto verbracht worden sind. Der Tag fängt ja „gut" an, denke ich.

Kurz vor Erreichen des massiven Gebäudes, wo einige Zollhunde des Zollkommissariats Lübeck-Süd untergebracht sind - auch meiner - höre ich plötzlich laute Geräusche. Mit fürchterlichem Krach flitzen ungefähr 20 Meter vor mir zwei Wildschweine aus dem Gebüsch und suchen das Weite. Spätestens jetzt wäre auch die größte „Schlafmütze" wach gewesen! Ja, das war ein gehöriger Schrecken! Glück gehabt, dass diese Situation glimpflich verlief, denn mit „Schwarzkitteln" ist nicht zu spaßen.

Als ich jene Tür aufschließe, die mich noch von meinem Diensthund ARIE trennt, fällt aller Ballast von mir ab – endlich bin ich wieder mit meinem vierbeinigen Freund vereint, sind wir zusammen und können wieder gemeinsam auf Streife gehen. Das freudige Gebell meines privateigenen Diensthunds lässt keinen Zweifel daran, dass auch ARIE so denkt. Mit einem „Affenzahn" saust er umher und springt mich immer wieder an, so glücklich ist er. Ja, das bin auch ich! Es gibt kaum Schöneres, als diese Momente, die auf diese Weise zum Ausdruck bringen: WIR GEHÖREN ZUSAMMEN!

„Komm, mein Freund; ich mache jetzt erstmal deinen Zwinger sauber“, sind meine weiteren Gedanken. Soweit es überhaupt möglich ist, soll er sich hier  einigermaßen wohl fühlen. Dass seine Schlafstätte gut gepolstert ist, gehört für mich dazu. Der Wassernapf wird neu gefüllt und das Trockenfutter, das er später zusammen mit seinem geliebten „Pansen" erhält, jetzt soweit vorbereitet, dass es nachher, bei Dienstschluss, servier-fertig ist.  Die anderen Hunde, die sich in dieser Zwingeranlage befinden, tun mir leid. Auch sie möchten endlich raus, möchten sich bewegen. Ach, ich würde sie gern alle mitnehmen! Aber leider darf sich jetzt nur mein ARIE freuen. Alle anderen Tiere  müssen sich noch etwas gedulden, bis auch ihr „Herrchen" erscheint und sie „holt". Möge es recht bald geschehen.


Gute fünfzehn Minuten später erreichen ARIE und ich den Behaimring. Keine Menschenseele weit und breit zu sehen, obwohl hier viele Leute wohnen.   

Man sagt, dass die Zöllner alle „Sträucher in ihrem Beritt" kennen – ja, so ist es tatsächlich. Wer fast täglich in einem relativ kleinen Bereich unterwegs ist, weiß, wie es dort aussieht und was dort hingehört. Das ist der Vorteil des Zolls! Im Gegensatz zu den Beamten des Bundesgrenzschutzes, die nur wenige Male im Monat in den Grenzdienst gehen und dann einen meist viel größeren Bereich zu bestreifen haben, so sind die Angehörigen des Zolls doch viel besser mit den Örtlichkeiten vertraut.

Schon ist der Bereich an der Abschrankung Lübeck-Eichholz erreicht. Wenngleich es auch zu dämmern beginnt, so ist es doch noch ziemlich dunkel. Das, was ich sehe, ist nicht viel. Wie gut, dass ich mich auf meinen Zollhund verlassen kann. Er ist so viel mehr als „nur" Diensthund – er ist mein bester Freund! Sollte dort, wo wir uns jetzt gemeinsam hinbewegen, etwas sein, so wird er es anzeigen; ich muss nur darauf achten, wie er sich verhält. Wenn er etwas im „Blick“ hat, dann lässt er es mich wissen!

Ihn bei mir zu haben, ist im Grunde genommen viel wertvoller als die Anwesenheit eines menschlichen Kollegen. Hunde nehmen gewisse Dinge wahr, die wir Menschen nicht oder erst viel später registrieren würden. Ein Zollbeamter, der allein mit seinem „Beschützer" unterwegs ist, ist in der Regel eine viel wertvollere Streife, als ein Trupp von Zoll- oder Bundesgrenzschutz-Beamten ohne Hund. Während es bei mehreren Leuten wohl kaum ausbleibt, dass man sich miteinander unterhält (was von „gegnerischen" Kräften auf relativ große Entfernung hörbar ist, insbesondere während der Nacht), so sind Zöllner und Zollhund ein Team, das sich auch ohne „Geplapper“ versteht. Und wer etwas mitbekommt, ohne zuvor wahrgenommen worden zu sein, ist der Gewinner.

ARIE ist entspannt. Nichts deutet darauf hin, dass sich unmittelbar vor mir Grenzsoldaten auf dem „vorgelagerten Hoheitsgebiet" der DDR befinden. Vermutlich die nächsten sind Jene, die ich nun durch mein Fernglas betrachte. Sie postieren auf dem Beobachtungsturm „1376“, wie der „BT", welcher gegenüber des sogenannten „Schlagbaum Eichholz" steht,  von Seiten des Zolls und BGS bezeichnet wird. Ihre Umrisse sind in meinem Nachtglas nur schemenhaft zu erkennen. Und doch sind es Menschen – wie ich. Mit all ihren Sorgen und mit all ihren Wünschen und Hoffnungen. Es sind Deutsche, Landsmänner – auch wenn sie auf der anderen Seite dieser Grenze dienen. Aber diese Soldaten haben einen Auftrag, der in bestimmten Bereichen „konträr“ zu meinem steht. Würden wir aufeinander schießen bei Eintritt bestimmter Situationen? Ich befürchte ja!

Nordöstlich meines Standpunkts rauscht eine „LK 2-Stern-grün, 1-Stern weiß" in den Himmel. Was mag sie bedeuten? Was ist drüben los – was ist der Grund für die Abgabe dieses Leuchtsignals? Es ist sehr schwer, die Entfernung zu schätzen, von wo aus die Leuchtkugel(n) abgeschossen wurden. Auf jeden Fall ist es erforderlich, jetzt zu beobachten, was sich „drüben" tut, was sich dort nun ereignet. Um auf die ungefähre Höhe des „LK-Verschusses" zu kommen, wechsle ich meinen Standort und betrete das sogenannte „Denkmalschutzgebiet", das sich nördlich der Abschrankung Eichholz befindet. Doch ich sehe und höre nichts und das große FRAGEZEICHEN bleibt bestehen.

Die Dienstanweisungen sind verpflichtend und veranlassen mich, meiner Funksprechzentrale Kenntnis zu geben über dieses Vorkommnis. Ich bleibe vor Ort und beobachte/"lausche" weiter, doch hat durch diesen Funkspruch  spätestens jetzt auch die Gegenseite Gewissheit darüber, dass sich eine Streife des Zolls im Raum Lübeck-Eichholz befindet - sofern die in Selmsdorf befindlichen Funkaufklärer der DDR-Grenztruppen nicht „schlafen“.

Obwohl nichts mehr zu vernehmen ist, verbleibe ich mit meinem Hund unweit der Grenzlinie. Das ist meine Aufgabe, hierzu fühle ich mich verpflichtet. Mag es auch den einen und anderen Kollegen geben, der nun die Ruhe finden würde, um es sich in einer Schutzhütte „gemütlich" zu machen; auf mich trifft das nicht zu.

Die Streifentätigkeit der DDR-Grenztruppen wird nicht verstärkt. Und dennoch will der Gedanke nicht weichen, dass da „etwas" ist bzw. gewesen sein könnte – dass sich irgendwo dort, nicht allzu weit von mir entfernt, eine Tragödie vollzieht, von der ich keine Kenntnis erhalte. Das nehme ich mit. Auch im Jahr 2017 werde ich all das, was ich im Laufe meiner Grenzdienstzeit erleb(t)e, nicht vergessen haben. Tief brennt sich Manches ein!

Die „Anlaufzeit" halte ich ein.  Punkt 07.00 Uhr bin ich an jener Abschrankung, welche im Jahr 1958 von westdeutscher Seite errichtet wurde, um kenntlich zu machen: bis dort und nicht weiter; hier ist die Grenze. Wer das ignoriert, begibt sich in Gefahr, kann von Kräften der DDR-Grenztruppen festgenommen werden. Und eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe durch ein Gericht der DDR könnte die Folge sein.

Gegen 08.00 Uhr trifft eine andere Zollstreife ein und löst uns ab. Wenngleich es auch keine Pflicht ist, diesen Raum rund um die Uhr zu besetzen, so ist es doch von Vorteil, eine Streife des Zolls oder Bundesgrenzschutzes vor Ort zu haben. Viel zu viel hat sich bei diesem Besucher-Schwerpunkt bereits ereignet.

Nach Lageberichterstattung und kurzer Unterhaltung mache ich mich auf in Richtung Bahnlinie Lübeck-Herrnburg. Mein vierbeiniger Freund markiert hin und wieder „seinen" Abschnitt, während ich gelegentlich nach „Osten" blicke und versuche, alles im Griff zu behalten. Dann wird der Hochstand an der Bahnlinie Lübeck-Herrnburg erreicht. Von hier aus hat man einen guten Überblick auf das Geschehen im hiesigen Grenzraum -  den besten im mir zugeteilten Abschnitt.  Gegen 09.30 Uhr sehe ich, wie ein Streckenläufer der DDR-Reichsbahn sich in Begleitung von zwei Grenzsoldaten auf dem Gleis auf die Grenzlinie zubewegt. Kurz vor der Grenze bleiben die Soldaten stehen. Der Streckenläufer der Reichsbahn überquert allein die Grenze, um das unweit der Grenze, aber auf Bundesgebiet befindliche Vorsignal zu begutachten/kontrollieren.

„Guten Morgen", sage ich und nehme zum Gruß die rechte Hand an meine Dienstmütze, als wir uns gegenüberstehen. Ein angedeutetes Kopfnicken und ein Zwinkern in seinen Augen sind seine Antwort. Ja, ich weiß, „viel mehr" ist nicht drin. Weder für den Reichsbahner, noch für die beiden DDR-Grenzsoldaten. Aber das allein bedeutet mir schon sehr viel und lässt mich glauben, dass uns im tiefsten Innern mehr verbindet, als trennt.

Die Zeit ist gekommen, um wieder in Richtung „Schlagbaum Eichholz" zu marschieren. Der Kollege, der dort postiert, möchte auch mal fort von hier und sich „bewegen". Während dieser sich nun aufmacht, um den Grenzbereich Richtung Schlutup zu bestreifen, übernehmen ARIE und ich hier die Wache. Dass es gut ist, „präsent" zu sein, beweisen die vielen Besucher, die zum Ende der Brandenbaumer Landstraße kommen. Mancher Bus fährt heran und „speit" Menschen aus, die sich einen Eindruck von Jenem verschaffen möchten, was sich an Ort und Stelle tut. Nun heißt es,  die angekommenen  Gäste zu begrüßen, Grenzinformationsmaterialien zu verteilen, in den Verlauf der Grenze einzuweisen, etwas zur Entstehung der Grenze zu sagen, regionale Grenzgeschichten zu erzählen und als „Fotomotiv“ zu dienen. Während die Kameras klicken, höre ich zum x-ten Male den Begriff "Niemandsland".  Ja, auch dazu bin ich hier: um den Grenzbesuchern zu erläutern, dass es ein solches nicht gibt. Doch nicht zuletzt stehen mein Diensthund und ich hier, um dafür zu sorgen, dass nichts passiert und keiner durch Unachtsamkeit oder leichtsinniges Handeln zu Schaden kommt. „Nichtbeachtungen des Grenzverlaufs" bleiben aus und die Leute kehren zufrieden zu den Bussen zurück. Ich schaue auf die Uhr und sehe, dass es auch für meinen vierbeinigen Freund und mich Zeit ist, zu gehen. Gleich ist „Feierabend“.


Doch „Schluss" ist noch lange nicht. Viel zu tief hat sich das im Laufe der Jahre Erlebte in die Seele eingegraben, als dass ich wirklich „abschalten“ könnte. Sie, die Grenze, wird mich begleiten – in vielen Träumen, auch über  den 9. November 1989  und 3. Oktober 1990 hinaus. Und mein ARIE, der ist immer dabei.


Zollbeamter Manfred Krellenberg in einem Dienstwagen des ZollsM.Krellenberg

Michael Gartenschläger      

Betreffend des am 30.04.1976 an der innerdeutschen Grenze erschossenen Michael Gartenschäger siehe u.a. hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Gartenschl%C3%A4ger

Gartenschläger


oben: DDR-Stempel in bundesdeutschem Reisepass

Nachfolgender Auszug aus einem Artikel, herausgegeben von der Politischen Verwaltung der Grenztruppen der DDR (Heft 2 aus 1989/90) zeigt, wie die Grenzsoldaten der DDR den bundesdeutschen Grenzzolldienst zu sehen/betrachten hatten:

DDR-Propaganda über den bundesdeutschen Zoll

Bundesdeutscher Zoll aus Sicht der politischen Verwaltung der DDR-Grenztruppen

Politisches Schulungsmaterial der DDR betreffend bundesdeutschem Zoll

Die Bundeszollverwaltung ist als deutsche Zollbehörde Bestandteil der  Bundesfinanzverwaltung und dem Bundesfinanzministerium unterstellt.  Heute sichern rund 39.000 Zöllnerinnen und Zöllner täglich die Leistungsfähigkeit unseres Gemeinwesens, fördern den Wirtschaftsstandort Deutschland und tragen zur Stabilisierung unserer Sozialsysteme bei. Sie schützen die Wirtschaft vor Wettbewerbsverzerrungen, die Verbraucher vor mangelhaften Waren aus dem Ausland und die Bevölkerung vor den Folgen grenzüberschreitender organisierter Kriminalität. Nähere Informationen finden Sie auch unter http://www.zoll.de/DE/Der-Zoll/der-zoll_node.html


Video


oben: das damalige Hauptzollamt Lübeck. Das "AN DER UNTERTRAVE" befindliche Haus ist jetzt kein Dienstgebäude mehr. Wer das obere Bild "anklickt", kann eintauchen in Zeiten, die längst vergangen sind. So zeigt diese Übersicht eine Auflistung von Beamten, welche 1919 zum Hauptzollamt Lübeck gehörten


oben: Zur Geschichte des Hauptzollamts Lübeck


oben: Zur Geschichte des Lübecker Zolls (Bild anklicken)


oben: "Allerhöchster Erlass" vom 04.01.1882

Lübeck

Hansestadt Lübeck (Fotos: Manfred Krellenberg). Das obere Bild zeigt die Kraweel Lisa von Lübeck beim Hansetag 2014 in Lübeck, das Holstentor und den Dom zu Lübeck. Foto unten: Bereich Obertrave

LübeckLübeck 

Hansestadt LübeckLübeck

Hansestadt LübeckLübeck

Lübeck-Travemünde

oben: Lübeck-Travemünde


Entdecken Sie die schöne Hansestadt Lübeck auch mal von Bord eines Schiffes - Sie werden reichlich belohnt ob der vielen bezaubernden Eindrücke!

Sie haben Interesse an hier gezeigten Fotos und möchten diese für bestimmte Zwecke nutzen? Anfragen über mkrelle@t-online.de


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